„Angebot bei Kinderbetreuung und Bildung muss besser werden“

Daniela Toth Tips Redaktion Daniela Toth, 11.08.2021 07:41 Uhr

BEZIRK GMUNDEN. In einer Tips-Sommerreihe kommen derzeit die Bezirksspitzen der Parteien zu Wort. Diesmal sprach Tips mit Neos-Bezirkssprecherin Julia Bammer. 

Am 26. September stehen – neben den Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen – auch Landtagswahlen an. 2015 scheiterten Neos in Oberösterreich knapp an der Vier-Prozent-Hürde, heuer rechnet die Partei mit rund sechs Prozent.

Damit würde auch Julia Bammer in den Landtag einziehen: Die Gmundner Juristin ist Neos-Spitzenkandidatin im Wahlkreis Traunviertel – und steht zugleich auf der Landes-Liste auf Platz 2 hinter dem Spitzenkandidaten Felix Eypeltauer. „Damit sehe ich mich in der verantwortungsvollen Rolle, den Themen aus der Region in Oberösterreich eine Stimme zu geben“, so Bammer, die sich auch gegen eine Zuschreibung der Neos als „Stadtpartei“ ausspricht.

Gerechte Bildungschancen und mehr Kinderbetreuung

Bildung und Kinderbetreuung sind für die junge Mutter „Herzensthemen, auf die ich aber auch bei vielen Gesprächen in der Region immer wieder stoße“. Es brauche eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung mit ausreichenden Öffnungszeiten, um Bildungschancen gerecht zu verteilen – und um die volle Berufstätigkeit beider Eltern zu erlauben. Doch dies sei mit dem Angebot im Bezirk nicht möglich, kritisiert Bammer. Hier brauche es Verbesserungen – „keine Kindergartenpflicht, sondern eine echte Wahlfreiheit“, konkretisiert Bammer.

Traunseetram attraktiver machen

Ein Thema, für das sie sich im Landtag mit Bezug auf den Bezirk besonders einsetzen möchte, ist die Mobilität – so müsse die Traunseetram, „jetzt, wo wir sie schon haben, unbedingt attraktiviert werden“. Bammer denkt an Verbesserungen in der Taktung und bei der Preisgestaltung: „Man sollte sich das einmal ernsthaft mit einem Experten anschauen.“

Raumordnung nicht als „Wettlauf der Bürgermeister“

Ein Thema, das bei ihren Gesprächen mit Bürgern ebenfalls immer wieder angesprochen werde, sei die Raumordnung. Die Bürgermeister seien hier „allein gelassen und überfordert“, so Bammer. Die Widmungskompetenzen müssten daher „weg von den Gemeinden“, um einen „Wettlauf der Bürgermeister um Kommunalsteuereinnahmen und Prestigeprojekte“ zu verhindern. Wichtige Impulse für die Wirtschaft seien eine Reduktion der Bürokratie für Unternehmen, Initiativen gegen den Fachkräftemangel und ein schnellerer flächendeckender Glasfaseranschluss.

„Mir ist ein konstruktiver Ansatz wichtig, auch in der Opposition. Ein Spruch, mit dem ich ganz schlecht leben kann, ist: ‚Wir machen das so, weil wir es immer schon so gemacht haben.‘ Dieses Verharren in einem Zustand, den keiner hinterfragt – um das aufzubrechen, braucht es uns Neos.“

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