„Brauchen Arbeitsplätze und gute Ausbildungen in der Region“
BEZIRG GMUNDEN. In den „Tips-Sommergesprächen“ kommen die Bezirksparteispitzen zu Wort. Diese Woche sprach Tips mit SP-Bezirksparteiobfrau Sabine Promberger und SP-Landtagskandidat Mario Haas über ihre Ziele und Themen für die Region.

Landtagsabgeordnete Sabine Promberger – sie hat vor wenigen Wochen das Bürgermeisteramt in Ebensee übernommen – zieht sich nach der Landtagswahl aus der „ersten Reihe“ der Landespolitik zurück: „Sie wird unser Landtagsteam aber weiter mit ihrer Erfahrung und ihrer Vernetzung unterstützen“, betont Mario Haas.
Der 28-Jährige, der aus St. Wolfgang stammt und in Bad Goisern lebt, will ihre Nachfolge als „Stimme der Region“ im Landtag antreten – die Chancen dafür stehen als Nummer zwei der Wahlkreisliste Traunviertel gut. Für die Wahl hat das SP-Team in zwei Klausuren und vielen Gesprächen ein eigenes Bezirksprogramm erstellt, erzählt Haas. Dieses reicht von der Beschäftigung über das Wohnen und die Mobilität bis hin zu Bildung und Sicherheit.
Beschäftigung
Die vielfältige Struktur des Bezirks – große Betriebe im Norden, Tourismus im Süden – müsse auch bei der Bemühung zur Schaffung von Arbeitsplätzen berücksichtigt werden. Dabei verweist Haas auf die erfolgreichen Betriebsansiedlungen durch gemeindeübergreifende Inkoba-Projekte.
Wohnen und Mobilität
„Leistbares Wohnen ist eine große Herausforderung, da braucht es einen Schulterschluss“, so Haas. Neben Vorbehaltsgebieten und einer Zweitwohnsitzabgabe, „diese wurde nicht zuletzt auf Drängen von Sabine eingeführt“, brauche es Startwohnungen für Junge und mehr alternative Wohnformen für Ältere – ein Projekt, für das sich die Sozialdemokraten stark eingesetzt hätten. Neben den bereits fixierten Standorten in Ebensee, Bad Ischl, Ohlsdorf und Gschwandt sollen weitere kommen.
Um die Verkehrsbelastung im Bezirk in den Griff zu bekommen, brauche es eine Unterstützung durch die Tourismusverbände und eine bessere Bahn-Taktung. Für Laakirchen und Roitham sieht Haas mittelfristig auch Möglichkeiten durch eine Nutzung der Gleise für den Personenverkehr: „Laakirchen ist die größte Gemeinde im Land ohne Personenzug-Anbindung“, so Haas, der sich auch für einen Ausbau der Geh- und Radwege ausspricht: „Wir sind eine Fahrradregion, das würde auch dem Tourismus nützen.“
Bildung und Sicherheit
Im Bereich der Bildung setzt Mario Haas sich für ein besseres Kindergartenangebot, qualitative Nachmittagsbetreuung, aber auch für eine tertiäre Bildungseinrichtung im Salzkammergut ein. Mögliche Schwerpunkte wären Tourismus oder Digitalisierung: „Wir brauchen gute Ausbildungen und Arbeitsplätze, um qualifizierte Kräfte in der Region zu halten.“ B
eim Thema Sicherheit kommt er auch auf Naturereignisse zu sprechen: Die hohen Kosten, die durch Hochwässer, Lawinen oder auch das Schwemmholz entstehen, können nicht alle regional getragen werden. „Unwetterereignisse gibt es zurzeit fast wöchentlich – ich bin selbst Feuerwehrler: Die Freiwilligen sind ständig im Einsatz, die Organisationen müssen gestärkt werden“, so Haas.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden