Leerstand im Zentrum mit Bäckerei neu belebt
VORCHDORF. Eine Möglichkeit, Versiegelung zu verhindern, ist die Nutzung von bereits bestehenden Gebäuden. Kürzlich haben Christina und Gerhard Helmberger das Vorchorfer Mischkreu-Haus als Bäckerei neu belebt. Zur Eröffnung besuchte Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner dieses gelungene Beispiel von Ortskernbelebung und Leerstandsnutzung.

Die Adaptierung des ehemaligen Geschäftslokals am Schlossplatz in eine Bäckerei Bäckerei wurde im Rahmen des Aktionsprogrammes des Landes OÖ unterstützt. Auch die Gemeinde Vorchdorf setzte sich bei der Neugestaltung des Umfeldes ein.
Bürgermeister Johann Mitterlehner zeigte sich vom Projekt überzeugt: „Es freut mich als Bürgermeister der Marktgemeinde Vorchdorf ganz besonders, dass in unserem Ort mit der ‚Bäckerei im Gwölb‘ ein Projekt des Aktionsprogramms ‚Leerstands- und Brachflächenrevitalisierung zur Orts- und Stadtkernbelebung‘ des Landes umgesetzt werden konnte. In Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement Vöcklabruck-Gmunden und dem Land OÖ konnten für die Bäckerei im Gwölb Fördermittel lukriert werden. Durch die neue Bäckerei wird unser Ortskern aufgewertet und bringt uns Frequenz ins Ortszentrum. Ich wünsche den Pächtern Christina und Gerhard Helmberger alles Gute uns stets viel Freude mit Ihrem Handwerk.“
232 Gemeinden gegen Leerstände aktiv
Landesrat Achleitner betonte in seiner Eröffnungsrede die Ausrichtung der oö. Raumordnungspolitik in Richtung Bodenschutz: „Nach innen wachsen ist eine der zentralen Leitlinien. Denn damit beleben wir nicht nur Oberösterreichs Orts- und Stadtzentren, sondern schützen auch unsere wertvollen Boden-Ressourcen. Dafür haben wir ein eigenes OÖ. Aktionsprogramm zur Orts- und Stadtkernbelebung gestartet, das auch bereits Wirkung zeigt. So ist auch die neue ‚Bäckerei im Gwölb‘ in Vorchdorf ein Vorzeigeprojekt für eine erfolgreiche Leerstand-Revitalisierung“, so Achleitner.
Insgesamt 232 Gemeinden in Oberösterreich arbeiten bereits interkommunal an der Nutzung von Leerständen und Brachflächen in den Ortszentren oder bereiten sich auf eine Teilnahme am Aktionsprogramm vor. Viele weitere Gemeinden zeigen ebenfalls Interesse und finden dabei in einer eigens eingerichteten Koordinierungsstelle in der Abteilung Raumordnung Unterstützung. „Wichtig ist uns dabei die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit, um bei den Projekten die Interessen über die Gemeindegrenzen hinaus zu berücksichtigen. Unterstützt werden dabei einerseits Planungs- und Beratungsleistungen mit 65 Prozent der Kosten bzw. maximal 65.000 Euro, aber auch Umsetzungsmaßnahmen mit 40 bzw. 60 Prozent, je nach Art der Nutzung“, umreißt Landesrat Markus Achleitner die wichtigsten Punkte des Programms.
„Bis zum Jahr 2027 stehen insgesamt 32 Mio. Euro an Förderungen aus Landes- und EU-Mitteln für unser OÖ. Aktionsprogramm zur Orts- und Stadtkernbelebung zur Verfügung. Damit wollen wir das Gesicht unserer Gemeinden nachhaltig verändern. Das rege Interesse der Gemeinden zeigt uns, dass wir hier die richtigen Maßnahmen setzen und dass vor allem auch die Gemeinden aktiv mitgestalten wollen“, hob Landesrat Achleitner die große Nachfrage der Gemeinden am Aktionsprogramm hervor.


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