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BAD ISCHL. Europaabgeordneter Hannes Heide lud zu einem Gespräch über die Europäische Union mit der bevorstehenden Wahl im Juni und die baldige Eröffnung der Kulturhauptstadt.

Hannes Heide kandidiert erneut für das EU-Parlament. (Foto: Wimmer)
Hannes Heide kandidiert erneut für das EU-Parlament. (Foto: Wimmer)

„Den Leuten ist oft nicht bewusst, wie die EU funktioniert und welche Auswirkungen Entscheidungen in Brüssel haben“, leitet Heide das Pressegespräch im Gasthaus Salzmühle in Bad Ischl mit seinem persönlichen Eindruck ein. Freilich hänge das mit zu wenig Transparenz von Seiten der EU, aber auch von Seiten Österreichs zusammen. Denn, „wie viele Bürger wissen, dass der Bundeskanzler der bedeutendste EU-Politiker Österreichs ist?“.

In vielen Projekten steckt EU

Für Heide ist dieses Gespräch der Auftakt zum Superwahl- und Kulturjahr. Denn neben den Nationalratswahlen im Herbst, finden am 9. Juni die Wahlen zum EU-Parlament statt, wofür Heide neuerlich kandidiert. Er belegt abermals den fünften Listenplatz für die Sozialdemokraten. Heide kritisiert, dass die EU-Skepsis in Österreich am Höchsten in der Union ist: lediglich 44 Prozent der Bevölkerung sehe die EU klar positiv. Dabei stecke viel mehr EU in heimischen Projekten, als den Menschen vermittelt würde. „Sei es bei der Errichtung von Primärversorgungseinheiten, Tablets und Notebooks für Schüler, oder Community Nurses“ – in diese Projekte etwa fließen überall EU-Gelder hinein. Auch der viel beworbene Reparaturbonus werde aus EU-Geldern mitfinanziert.

Kulturhauptstadt: Für jeden etwas dabei

Besonders der ländliche Raum profitiere von EU-Geldern, erklärt Heide. Etwa durch den Just Transition Fund, LEADER- und Interregprojekte oder nun auch durch die europäische Kulturhauptstadt. Alleine dadurch würden 25 Millionen Euro in die Region fließen, dennoch wird das Projekt nach wie vor viel kritisiert. „Die Leute haben sich zum Teil etwas Anderes erwartet“, sucht Heide eine Erklärung. Das Programm der Kulturhauptstadt fasst er abschließend nach einem Zitat seiner Frau, Bürgermeisterin Ines Schiller, zusammen: „Es ist für jeden etwas dabei, aber es ist nicht alles für jeden“.


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