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GÖPFRITZ/WILD. Mit Anfang Februar wird Franz Gressl, Gemeindechef von Göpfritz/Wild (VP), sein Bürgermeisteramt aus gesundheitlichen Gründen zurücklegen. Diese Entscheidung gab Gressl kurz vor Redaktionsschluss, am 29. Jänner, im Rahmen eines Pressegespräches bekannt. Als seine Nachfolgerin wurde im Rahmen der gestrigen VP-Fraktionssitzung Gemeinderätin Silvia Riedl-Weixlbraun (VP) nominiert, sie wäre die erste Frau an der Spitze der Marktgemeinde.

  1 / 2   V.l.: Vizebgm. Werner Scheidl, die designierte Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun und Noch-Bgm. Franz Gressl; Fotos: KaVo

„Ich muss nun auf meine Gesundheit schauen“, meint Gressl, eine offene Wunde am Fuß macht ihm zu schaffen und beschert ihm immer wieder Krankenhausaufenthalte. Seit 29 Jahren ist Gressl im Göpfritzer Gemeinderat vertreten, 2010 übernahm er schließlich das Bürgermeisteramt. „Er hat es von sich aus nie angestrebt“, weiß Vizebürgermeister Werner Scheidl (VP), habe es aber aufgrund mangelnder Alternativen angenommen, so Scheidl anerkennend.

Als Meilensteine in seiner Amtszeit bezeichnet der 65-jährige Noch-Bürgermeister die Revitalisierung des Schlosses Göpfritz, den Zubau/die Sanierung des Musikerheimes Scheideldorf, den Zubau bei der Volksschule Göpfritz, der durch die Nachmittagsbetreuung notwendig geworden war, die Errichtung des Nah&Frisch-Marktes, die Sanierung zahlreicher Güterwege und nicht zuletzt die Verlegung von Glasfaser in der gesamten Gemeinde.

Miteinander als oberstes Gebot

„Mein Bestreben war stets eine gute Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg, über 90 Prozent der Beschlüsse waren einstimmig“, betont Gressl. Dieses Miteinander habe auch für Silvia Riedl-Weixlbraun oberste Priorität: „Wir sind alle bestrebt, dass in der Gemeinde etwas weitergeht“.

„Werde mich mit vollem Elan für Gemeinde einsetzen“

Der Zuspruch rund um ihre Nominierung habe sie sehr beeindruckt. „Es ist eine ehrenvolle und herausfordernde Aufgabe - wenn ich gewählt werde, werde ich mich mit vollem Elan für die Gemeinde einsetzen“, so die 46-Jährige, die sich selbst „nicht als Stubenhocker“ bezeichnet.

Riedl-Weixlbraun ist seit 2015 im Gemeinderat vertreten und  zudem Ortsvorsteherin von Scheideldorf. Ihre Führungsqualitäten stellt sie tagtäglich in ihrem Beruf als Referatsleiterin beim Bundesheer unter Beweis. Herausforderungen nehme sie gerne an, und die Tatsache, dass ihr ein „erfahrener Vizebürgermeister“ zur Seite steht, machte ihr die Entscheidung, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen, leichter.

Kommende Projekte

Gemeinsam mit Vizebürgermeister Scheidl gab Riedl-Weixlbraun einen Ausblick auf kommende Projekte: So soll in Kooperation mit der ÖBB das Betriebsgebiet Nord erschlossen werden, um Betriebsansiedlungen zu ermöglichen. Als eine der wenigen „wachsenden“ Gemeinden sei es zudem notwendig, weitere Baugründe zu generieren. Und auch als kulturelle und „Gesunde Gemeinde“ wolle man weiterhin aktiv punkten.

Eine Gemeinderatssitzung wird um den 20. Februar erfolgen, Gressl wird in späterer Folge auch seine Funktion als Ortsparteiobmann zurücklegen.


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