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GÖSTLING. Rund 400 Almen und Gemeinschaftsweiden sorgen in Niederösterreich für Erholung in luftiger Höhe. Am Dienstag, 15. August, stand eine dieser Almen samt derengagierten Arbeit der heimischen Almbauern im Mittelpunkt. Der Grund: Knapp 3000 Besucher nutzten zu Maria Himmelfahrt die Gelegenheit und nahmen am 68.Niederösterreichischen Almwandertag teil. 

  1 / 2   Gemeinsam mit ihren Gästen genossen die Almbauern bei herrlichem Wetter den Niederösterreichischen Almwandertag auf dem Hochkar - Im Bild v.l.: Obmann der Weidegemeinschaft Lassingalpe-Hochkar Clemens Blamauer, LK-Präsident Hermann Schultes, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines Josef Mayerhofer, Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner, Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich Dorli Draxler, Landeshauptfrau-Stv. Stephan Pernkopf (ÖVP) und Hans Schagerl von der Volkskultur. Foto: LK NÖ/Paula Pöchlauer-Kozel Niederösterreich.

Heuer bildete das Hochkar in der Gemeinde Göstling an der Ybbs die perfekte Kulisse. Unter den Teilnehmern befanden sich zahlreiche Ehrengäste, allenvoran Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf (beide ÖVP).

Was wäre Niederösterreich ohne seine Almen und Weidetiere?

Für die Gäste vom Tal sind sie wertvolle Oasen der Erholung und auch Wanderer würden bei weitem nicht auf ihreKosten kommen. Mit 9400 Hektar und mehr als .000 aufgetriebenen Rindern sind die Almen und Gemeinschaftsweiden für den Sommer- und Wintertourismus also von großerBedeutung. Doch diese Art der Bewirtschaftung verlangt den Bäuerinnen und Bauern einenenormen Arbeitseinsatz, viel Engagement und Idealismus ab.

„Die beeindruckende Schönheit unserer heimischen Landschaft ladet seit jeher dazu ein, aus dem Alltag zu entfliehen und in der vielfältigen Natur, Kraft für Herausforderungen jeder Art zu tanken. Nicht nur wir, die unser Bundesland kennen und lieben, schätzen diese Qualität,die Niederösterreich bietet, auch die stetig steigenden Zahlen im Tourismus zeugen vomWert unserer Region. So konnten wir bereits in der Sommervorsaison ein weiteresNächtigungsplus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Darüber freuen sichnatürlich die heimische Wirtschaft sowie unsere Bäuerinnen und Bauern, die unsereLandschaften gestalten, bewirtschaften und pflegen“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Naturland Niederösterreich

Stephan Pernkopf streicht den hohen Wert der Almwirtschaft für unser NaturlandNiederösterreich hervor: „Die Almbauern sorgen für die wunderschöne Landschaft, um dieuns die ganze Welt beneidet. Die Almfläche am Hochkar grenzt noch dazu an unsereinzigartiges Wildnisgebiet Dürrnstein. Die Auszeichnung dieses Urwalds zum UNESCO Weltnaturerbeist das beste Beispiel, das Naturschutz und Bewirtschaftung im Einklangfunktionieren kann.„

„Mit der Alm verbinden wir nicht nur besondere Momente, sondern auch besondereEigenschaften und Werte. Wasser, Luft, Freiheit und eine gute Jause nach der Wanderung – das alles hat man im Kopf wenn man von Almen spricht. Dinge, die wir der nachhaltigenWirtschaftsweise unserer Almbäuerinnen und Almbauern zu verdanken haben. Mit dem Klimawandel steigt auch künftig die Bedeutung von Almflächen und deren Bewirtschaftung weiter an. Talregionen werden vor Naturgewalten geschützt und alleine für den Alpenhauptkamm wird mit einem Zuwachs des Biomasseanteils von 10 bis 20 Prozent gerechnet“, erklärt Landwirtschaftskammer Präsident Hermann Schultes und streicht damitden Wert der Almen einmal mehr hervor.

Almwirtschaft und Rinderzucht sind untrennbar verbunden

Doch nicht nur die Gesellschaft im Allgemeinen profitiert von den unzähligen Mehrwerten, die gut bewirtschaftete Almen mit sich bringen. Auch für Rinderhalter sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen, wie Alm- und Weidewirtschaftsvereins-Obmann Josef Mayerhofer zu berichten weiß: „Almwirtschaft und Rinderzucht sind untrennbar miteinander verbunden. Der Bewegungs- und Kreislaufapparat der Tiere wirdgestärkt und die kräuterreiche Vegetation sowie die Höhenstrahlung tragen den Rest für die Gesundheit der Tiere bei.„


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