Golling hat viel zu feiern
GOLLING. Für Golling ist das Jahr 2019 ein ganz besonderes, denn man feiert 50 Jahre Marktgemeinde und ein halbes Jahrhundert Volksschule. Auch Pfarre und Musikverein bestreiten ein Jubiläumsjahr. Seit 2011 steht der Gemeinde Gabriele Kaufmann als SP-Bürgermeisterin vor.

Tips: Was zeichnet Golling aus?
Kaufmann: Wir waren einst eine Industriegemeinde. Über viele Jahrzehnte war die HITIAG (Hanf-, Jute- und Textil-Industrie A.G.) ansässig. Das Werk beschäftigte zu Spitzenzeiten 1.000 Mitarbeiter, 2001 schloss sie ihre Pforten. Heute sind wir eine Wohngemeinde zum Wohlfühlen. Wir haben noch zwei Nahversorger im Ort. Darüber sind wir sehr froh. Auch einen Bankomaten gibt es. Wir haben eine Zahnarztpraxis und Allgemeinmediziner bieten regelmäßig am Gemeindeamt Sprechstunden an. Außerdem ist es nach Pöchlarn und zum dortigen Bahnhof nicht weit. Als Naherholungsgebiet steht unseren Bürgern die Gollinger Au zur Verfügung. Dort soll übrigens ein Themenweg entstehen, den Schüler gestalten.
Tips: In Golling steht ein wahrer Festreigen an. 50 Jahre Marktgemeinde, 130 Jahre Musikverein und 50 Jahre Pfarre. Worauf darf man sich außerdem freuen?
Kaufmann: Für die 50-Jahr-Feier haben wir ein Kochbuch und einen Kalender gestaltet. Der Reinerlös der Feierlichkeiten kommt Volksschule und Kindergarten zugute. Unsere Bücherei zieht gerade in die ehemaligen Raika-Räumlichkeiten. Auch das HITIAG- und Heimatmuseum sowie das Dokumentationszentrum Mayrhuber starten wieder in eine neue Saison.
Tips: Welche größeren Projekte sind geplant?
Kaufmann: Es muss ein neuer Brunnen errichtet werden, dafür werden heuer die Planungen gemacht. Unter anderem stehen Straßensanierungen an und auch am Turnsaal der Volksschule müssen Sanierungsarbeiten vorgenommen werden. Zuletzt wurde die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt. Auch der Zubau am Feuerwehrhaus wird heuer fertig. Auf lange Sicht soll auch das alte Kino wiederbelebt werden. Wir haben einen geringen Schuldenstand, dennoch müssen wir gut haushalten.
Tips: Sie sind seit acht Jahren im Amt. Warum haben Sie den Schritt in die Politik gemacht?
Kaufmann: Ich war in den 70er Jahren als Industriekauffrau in der HITIAG tätig. Schon damals war ich in der Gewerkschaft aktiv. Die Gemeinde ist mir immer schon am Herzen gelegen. Im Gemeinderat bin ich schon seit dem Jahr 2000. Das Bürgermeister-Amt ist eine schöne Aufgabe und macht mir nach wie vor Spaß. Man kann gestalten und Positives bewirken.
Tips: Das heißt, Sie werden bei den Gemeinderatswahlen 2020 nochmals kandidieren?
Kaufmann: Ja, wie gesagt, das Amt bereitet mir nach wie vor große Freude und es warten noch viele Aufgaben.


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