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LANGSCHLAG (bei Grafenschlag). In und rund um Grafenschlag tummelt sich wahrhaft eine tierische Vielfalt, von Limousine-Rindern, Weidegänsen über Forellen, Karpfen oder Saiblingen bis hin zu Alpakas und nicht zuletzt Mangaliza-Schweinchen. Tips wollte mehr über die niedlichen Wollschweine wissen.

  1 / 4   Nicole Schnitzler mit ihren beiden Kindern und den vierbeinigen Schützlingen, den Mangalizas. Foto: Schnitzler

Vor einem Jahr noch war rund um das Haus der Familie Wagner in Langschlag (bei Grafenschlag) eine saftige Wiese, heute ähnelt es einem Acker, wo tagtäglich umgegraben wird. „Schuld“ daran sind die 47 großen und kleinen Wollschweine, die sich um das Haus tummeln.

Eber Willibald, die fünf Mamas sowie die kleinen Frischlinge fühlen sich am Gelände sichtlich pudelwohl. Sie zählen zu den Schwalbenbauch-Mangalizas, eine Rasse, die man in unseren Gefilden nicht unbedingt täglich sieht. Aufgrund der dicken Speckschicht werden diese auch „Fettschweine“ genannt, eine sehr robuste Sorte. Denn die dichte Behaarung des Wollschweins schützt sie gut vor der Witterung. Aus diesem Grund lieben die Tiere das Freie und auch die Bewegung.

„Das Fleisch ist dunkel und kräftig mit Fett marmoriert, cholesterinarm und enthält Omega-3-Fettsäuren. Das Fett hat eine Qualität, die man durchaus mit Olivenöl vergleichen kann“, erklärt Jungbäuerin Nicole Schnitzler, die ihre kleine Rasselbande - wie alle in der Familie – sehr liebgewonnen hat.

Von der Steiermark ins Waldviertel

Ihre „kleine Mangaliza Farm“ ist noch vergleichsweise jung. Im Jahr 2014 kam ihr Mann auf die Idee, Schweine zu halten. Denn ihm gehört ein Teil eines nahen Betriebes, wo täglich tausende Kilogramm an Abfallkartoffeln anfallen. Zu schade, um diese wöchentlich in die Biogasanlage bringen zu lassen, man könnte damit ja auch Schweine füttern, so die ersten Gedanken. Bald darauf übersiedelten die ersten 14 Mangaliza-Ferkelchen von der Steiermark nach Langschlag, nach und nach nahm die Farm Formen an.

Jetzt wurden die ersten Schritte in Richtung Direktvermarkung gesetzt, mit kommendem Herbst möchte Nicole Schnitzler dann mit Würstl, Schmalz und Co durchstarten.


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