GRESTEN. Nach 35-jähriger Tätigkeit im Gemeinderat der Marktgemeinde Gresten, davon zehn Jahre als Vizebürgermeister und 20 Jahre als Bürgermeister, sagte Bgm. Wolfgang Fahrnberger mit 2. Jänner 2019 „adieu“, und legte sowohl sein Amt als Bürgermeister, als auch sein Gemeinderatsmandat zurück.

Die Gründe sind rein privater Natur und nach Lebensplanung ähnlich dem Motto eines Erfolgssongs von Udo Jürgens: „Mit 66 Jahren ...“ ausgerichtet. Die zahlreichen Projekte und Veränderungen in den 20 Jahren als Bürgermeister dieser Gemeinde sind bei einem Gang durch die Gemeinde deutlich zu sehen: Feuerwehrhaus, Bauhof, Renovierung der Kläranlage mit Anpassung an den Stand der Technik, Kabinentrakt und Tribüne am Fußballplatz, Saunaoase, Kabinentrakt Schwimmbad, Rathausplatzgestaltung, Ortskernbelebungsmaßnahmen, Abenteuer- und Kleinkinderspielplatz, Volleyballplatz und Fun Court, Schul- und Kindergartenzubauten, Polizeiunterkunft sowie die Wasserversorgungsanlage Lindenbrunnenquelle.
Weiters kam es zu der Installation des Rückhaltebecken „Brunnstubenbach“ und der Umsatzung des Ökoprojekt „Kleine Erlauf“, der Installierung eines ständigen Kulturbetriebes in der Kulturschmiede, sowie das ins Leben gerufene „Sommerkultur im Garten“-Projekt sowie zahlreiche Kanal- und Straßensanierungen, Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, und vieles mehr.
Investitionsquote lag in den meisten Jahren über dem Landesschnitt
Durch die hohe Budgetdisziplin und die positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (rund 1.400 Arbeitsplätze bei 2.000 Einwohnern) hat sich Gresten in der Amtszeit von Bürgermeister Fahrnberger zu einer Einpendler- und schuldenfreien Gemeinde entwickelt. Der Rücklagenstand von vier Millionen Euro, ist um ein Mehrfaches höher als der Schuldenstand, mit einer Million Euro. Gresten gilt vielfach als finanzielle Mustergemeinde.
Anstehender Wechsel wurde planmäßig eingeleitet
„Neben anderen wichtigen Gemeindeprojekten bewegte mich bereits seit den letzten Gemeinderatswahlen ein 'Vorhaben' besonders, nämlich der Aufbau einer Nachfolgegeneration und eine zum Zeitpunkt gegebene Nachfolgeregelung“, so Fahrnberger.
Der anstehende Wechsel wurde rechtzeitig und planmäßig eingeleitet und die Nachfolger in entsprechende vorbereitende Funktionen positioniert.
Total konfliktfrei, und in völliger fraktioneller Übereinstimmung, wurde seitens der Mehrheitsfraktion ein Wahlvorschlag für die notwendige Gemeinderatssitzung im Jänner 2019 erarbeitet:
Für das Bürgermeisteramt vorgeschlagen und unterstützt wird Vizebürgermeister Harald Gnadenberger (SPÖ).
Für das Amt des Vizebürgermeisters vorgeschlagen und unterstützt wird der bisherige Finanzreferent GfGR Johannes Buchebner (SPÖ). In den Gemeindevorstand soll Gemeinderätin Gabriele Oelmann(SPÖ) nachrücken.
Neu in den Gemeinderat folgt Tobias Beck, der am 4. Jänner 2019 von Vizebürgermeister Harald Gnadenbergerals Gemeinderat angelobt wurde. Die tatsächliche personelle Nachfolgebesetzung wird der Gemeinderat in einer dafür notwendigen Sitzung im Jänner 2019 beschließen.


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