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Hofbühne Tegernbach in Schlüßlberg startet in ihre 26. Kultursaison

Helmuth Wimmer, 10.02.2026 14:38

SCHLÜSSLBERG. Die Hofbühne Tegernbach hat sich in den 26 Jahren ihres Bestehens zu einem der bedeutendsten Kulturbetriebe des Bundeslandes entwickelt. Für die neue Saison, die Anfang März startet, haben die Verantwortlichen wieder viel vor.

Valerie Scheicher, Nobert Perchtold und Hemma Scheicher (v. l.) (Foto: Magdalena Hofer)
  1 / 2   Valerie Scheicher, Nobert Perchtold und Hemma Scheicher (v. l.) (Foto: Magdalena Hofer)

Lange haben Hemma Scheicher und Norbert Perchtold Anfang der 1990er-Jahre nach einem passenden Ort für ihr Kulturprojekt gesucht, bis sie in Tegernbach fündig wurden. „Ein kaum vergleichbar schöner barocker Einspringerhof inmitten der wunderschönen Schlüßlberger Toskana mit seiner genau passenden Größe und barocken Räumen, mit bester Infrastruktur: Danach haben wir vier Jahre gesucht“, sagt Scheicher. Mittlerweile ist auch die Tochter der beiden, Valerie Scheicher, im Leitungsteam tätig.

50 Veranstaltungen

Heuer lädt die Hofbühne zu rund 50 ausgewählten Veranstaltungen wie Konzerten, Theaterabenden, Kabaretts, Kindertheater, Lesungen und Ausstellungen.

„Jede Veranstaltung ist für uns sehr wichtig. Sonst hätten wir sie unter den unzähligen Angeboten nicht ausgewählt. Trotzdem gibt es immer absolute Highlights im Jahr: Simon Schwarz kommt mit seinem neuen Buch, mit neuen Programmen kommen die Kabarettisten Nina Hartmann, Benedikt Mitmannsgruber, Martin Frank, Barbara Balldini, Die Teilzeitdivas, Thomas Mraz, Verena Scheitz sowie Schwarz&Rubey. Tolle Konzerte gibt es gleich zum Start mit der Frauenband FUSION5 oder Grand Zeppelin“, sagt Scheicher.

Bei der Gestaltung des Veranstaltungsprogrammes werde zunächst überlegt, wie viele Veranstaltungen es geben soll und wie viele davon aus welcher Sparte stammen. „Dann gibt es die Qual der Wahl: Sehr viele Künstler melden sich bei uns – wir haben einen sehr guten Ruf, was unseren Veranstaltungsort, unsere liebevolle Betreuung und unser tolles Publikum betrifft. Es suchen aber auch wir ständig nach Künstlern und Programmen. Wir schauen uns viel an – meistens in Wien – und wir hören uns vorher viel an“, erklärt Scheicher.

Prominente und Entdeckungen

Beim Programm ist dem Leitungsteam eine Mischung aus prominenten Namen und neuen Entdeckungen wichtig.

„Wir freuen uns riesig, wenn wir sehr prominente Künstler zu unserem Publikum bringen können. Das hat unser Publikum wirklich verdient. Aber es ist sehr schwierig, weil wir für die ganz Großen mittlerweile ein eher zu kleines Theater sind“, sagt Scheicher: „Andererseits ist es uns sehr wichtig, auch ganz tolle und neue Künstler zu präsentieren, die noch nicht so bekannt sind.“

Der Erfolg gibt dem Team recht. „Wir haben allein im vorigen Jahr so viele positive Rückmeldungen bekommen, dass wir direkt verlegen waren“, erzählt Scheicher. Gelobt werde vor allem die nette und gute Organisation. „Daran hat auch großen Anteil, dass mit Valerie bereits die nächste Generation wesentlich an den Planungen mitarbeitet“, betont sie.

Herausforderungen

Die Herausforderungen für Kulturveranstalter seien in den vergangenen Jahren, auch im Zuge der Corona-Pandemie, nicht weniger geworden. „Es ist nicht leicht – aber von leicht war ja nie die Rede“, meint Scheicher: „Wir müssen uns immer wieder in den verschiedensten Belangen bemühen, damit das Publikum zu uns aufs Land kommt. Aber das Schöne ist: Obwohl wir etwas abgelegen sind, nicht nahe bei Linz und nur mit dem Auto zu erreichen, kommen so viele und so gerne zu uns.“


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