Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GRIESKIRCHEN. Seit knapp drei Monaten existiert in Grieskirchen ein sektorales Bettelverbot. Erlassen wurde es vom Gemeinderat, da Betteln in der Innenstadt immer mehr zu einem massiven Problem geworden wäre. Die Verordnung trage nun erste Früchte. Dennoch sei die Gesamtzahl der Bettler im Raum Grieskirchen nicht gesunken.

Seit drei Monaten ist das Bettelverbot in Grieskirchen in Kraft. Foto: Weihbold
Seit drei Monaten ist das Bettelverbot in Grieskirchen in Kraft. Foto: Weihbold

Vor allem die ältere Generation hätte sich in manchen Situationen mit Bettlern in der Stadt Grieskirchen nicht mehr sicher gefühlt. Aus diesen Erwägungen sei die Erlassung eines sektoralen Verbotes vor allem für den Seniorenbeirat ein dringendes Anliegen gewesen. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien laut Oskar Hofmann, dem Obmann des Seniorenbeirates, sehr positiv. „Die Menschen fühlen sich nun viel wohler, eine solche Verordnung war schon längst fällig“, meint Hofmann. „Es ist für viele Menschen eine moralische Erpressung, wenn Bettler vor einem Geschäft stehen und die Hand aufhalten. Man fühlt sich im Zwiespalt“, so Hofmann weiter.

Mehr Kontrolle aber nicht weniger Bettler

Der Sicherheitsbeauftragte der Stadt, Alfred Schmied, hätte mit der Polizei vereinbart, dass das Verbot in der Anfangsphase stärker kontrolliert werde. Polizei-Chefinspektor Gerhard Groißhammer bestätigt auf Tips-Anfrage, dass das Bettelthema nun mehr überwacht wird, die Zahl der Bettler sei seit dem Inkrafttreten des Verbots im Stadtgebiet auch zurückgegangen, das sei offensichtlich. „Wo das Verbot gilt, haben wir eine Handhabe. Allerdings werden die Bettler dadurch insgesamt nicht weniger. Es wird alles lediglich an den Stadtrand, zu den Einkaufszentren oder in andere Orte verlagert. Das lässt sich nicht verhindern solange hier nicht aggressiv gebettelt wird“. Und aggressives Betteln käme laut Groißhammer nur in den seltensten Fällen vor.

Ihre Meinung?

Welche Erfahrungen haben Sie mit Bettlern (vor oder nach dem Verbot) in Grieskirchen gemacht?

Senden Sie Ihren Leserbrief an: s.lang@tips.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden