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GRIESKIRCHEN. Seit 50 Jahren wird in der Stadt Grieskirchen die japanische Kampfkunst ausgeübt und das höchst erfolgreich. Bei Meisterschaften konnten die Karatekas ab dem Jahr 1992 zwischen 1.600 und 1.700 Medaillen gewinnen. Im Jubiläumsjahr soll es noch die 600. Goldene für den Verein geben. Obmann Manfred Rodler zieht über ein halbes Jahrhundert Vereinsgeschichte Bilanz.

Fotos: Privat/Rodler/Karateverein
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Die Geschichte des Grieskirchner Karatevereins kann sich sehen lassen. 1969 gegründet, ist man der älteste Verein dieser Art in Oberösterreich. Auf Bundesebene gibt es nur drei Karatevereine, die eine längere Geschichte aufweisen können. Obmann Manfred Rodler zeigt sich stolz über die Leistungen in dieser Zeit und hat mit seinen Karatekas noch viel vor. „Mir persönlich ging es nie um Quantität, sondern darum, sich um jeden Einzelnen zu bemühen und die Qualität zu steigern“, erzählt Rodler, der 1989 seine erste Karatestunde absolvierte und seit 1990 Obmann ist.

Die 600. Goldene

Seit 1992 hat man begonnen mit Kindern zu trainieren und an Meisterschaften teilzunehmen. Mit großem Erfolg: seither gehen zwischen 1.600 und 1.700 Medaillen auf das Konto der Grieskirchner Karatekas. Im Moment wird die 600. Goldmedaille bei Meisterschaften angepeilt. Zirka 30 Mitglieder zählt der Verein, in dem die Liebe zum Sport an vorderster Stelle steht. „Sport verbindet“, erklärt Rodler und meint schmunzelnd: „Für Karate ist man nie zu alt, wenn man bedenkt, dass die Großmeister dieses Sports zwischen 70 und 80 Jahre alt sind“. Es sei eine der seltenen Sportarten, wo man im Alter den Jüngeren überlegen ist, da die Erfahrung viel ausmache. „Und es ist eine gesunde Sportart“, betont Rodler. Laut dem Karateka könne man den Karatesport mit einer Leiter vergleichen, bei der man kein Ende sieht sondern nur immer weiter aufsteigt, an sich selbst arbeitet und man nie perfekt ist.

Größte Erfolge

Einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte verzeichnete man in den Jahren 1999 und 2000, wo man zwei Mal hintereinander die Europameisterschaft gewinnen konnte.

Das Klischee von Karatekid

Gibt es auch Klischees im Karatesport? „Natürlich“, meint Rodler, denn eines sei Karate sicher nicht, so wie es in den Filmen dargestellt wird. „Karate ist nicht nur Selbstverteidigung sondern eine Philosophie. Man lernt bewusst ein und auszuatmen und damit den Kreislauf des Lebens kennen“, erklärt Rodler. „Der Respekt vor dem Gegner wird große geschrieben.

Leere Hand

Karate-Do bedeutet übersetzt „leere Hand“ und „Weg“. Manfred Rodler interpretierte diese Übersetzung für den Karatesport und aus Trainersicht so: „Wir nehmen auch am Anfang an der Hand damit ihr den Weg später selber gehen könnt“.

Karate-Lexikon

Der Ursprung des Karatesports liegt in China, kam in den 20er-Jahren nach Europa und wurde in den 1960er-Jahren in Österreich bekannt.

Karate = leere Hand

Do = Weg

Kyu = Schülergrad

Gürtelfarben bei den Schülern nach aufsteigender Professionalität: weiß, gelb, orange, grün, blau-violett, blau, 3x Braungurt wobei der 9. Kyu einen Anfänger betitelt und der 1. Kyu für das Ende der Schülergrade vor dem Übertritt in den Meistergrad steht.

Dan = Meistergrad

Es gibt 10 Dan zu erreichen, die mit einem Schwarzgurt symbolisiert sind.


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