Das Klafterbrunnweiblein wandelt auf den Spuren der Grieskirchner Geschichte
GRIESKIRCHEN. Die kleine Lisa und Klarissa, das Klafterbrunnweiblein, spielen die Hauptrolle im Buch von Elisabeth Gessl. Darin wird die Entwicklungsgeschichte der Stadt Grieskirchen märchenhaft erzählt.

Das Klafterbrunnweiblein, eine kleine Märchenfigur, die im Brunnen neben dem heutigen Schwimmbad wohnt und praktisch alles über die Entstehungsgeschichte der Stadt Grieskirchen weiß, spielt die Hauptrolle im neuen Buch von Elisabeth Gessl. Geboren wurde diese Figur beim Zusammenräumen des Dachbodens, wo die ehemalige Volksschullehrerin auf altes Schulmaterial aus dem Sachkundeunterricht stieß. „Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, diese selbst gezeichneten Arbeitsblätter einfach wegzuschmeißen“, erzählt Gessl. Sie wollte dieses Wissen erneut den Kindern weitergeben, ihnen märchenhaft die Geschichte der Stadt näher bringen, immer in Verbindung mit der Trattnach, jenem Fluss, in dem für Gessl selbst ein Stück Kindheitserinnerungen schwimmen.
Die Geschichte der Stadt märchenhaft wiedergegeben
Im Buch erzählt das Klafterbrunnweiblein der kleinen, neugierigen Lisa über die ersten Siedler in der Stadt, als die Trattnach noch Dratinaha hieß, über die 1075 erbaute Stadtpfarrkirche oder als die Pest Grieskirchen heimsuchte. Das Mädchen Lisa im Buch und die Leser werden mitgenommen auf eine märchenhafte Reise durch die geschichtlichen Meilensteine der Bezirkshauptstadt. Vom Schloss Parz über die Innenstadt zum Karbrunnen bis zur Weberzeile und weiter bis zum Höhenweg Tollet und zum Kaisersteig führt die Geschichte. „Ich wünsche mir, dass die Kinder mit offenen Augen durch die Stadt gehen“, erklärt Gessl und ergänzt: „Es ist wichtig zu wissen, was früher war, damit man schätzt, was heute ist. Es ist nicht selbstverständlich elektrisches Licht, eine Feuerwehr oder ein Kanalsystem zu haben“, erklärt die Autorin, die ihrem Klafterbrunnweiblein eine fröhliche und erfrischende Erzählweise mitgegeben hat. Auch Sagen und Mythen aus der Stadt und einen „Grieskirchen-Rap“ hat die Märchenfigur für ihre Leser auf Lager. Das Buch richtet sich an Volksschulkinder der 3. und 4. Klasse, es wird an Schulen, in Gasthäusern oder bei Ärzten aufgelegt und lädt ein, in die Geschichte der Stadt einzutauchen, genau wie das Klafterbrunnweiblein in ihren Brunnen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden