LESERBRIEF: Worüber ich mir zur Zeit Gedanken mache
Leserbrief von Josef Litzlbauer aus Neukirchen am Walde

Worüber ich mir zur Zeit Gedanken mache: Merkwürdig still ist es geworden, „fast stiller als im Advent“. Wenn man nach oben blickt, ein fast streifenloses, klares Firmament. Auf den Straßen nicht mehr Verkehr wie noch vor cirka 50 Jahren, was weniger Verkehrstote, sowie auch mehr Sicherheit für das Wild beim Überqueren der Straßen heißt. Die Natur kann sich etwas erholen, für die Wirtschaft ein schwerer Schlag, hieß doch „Wirtschaftswachstum“ die Parole. Doch es gibt auch noch andere Werte: Besinnung auf das Wesentliche. Und für jene, welche mit „Hauskirche“ vertraut sind, ist das kein Problem. Für jene, die gerne unterwegs und überall dabei sein möchten, sieht dies etwas anders aus. „Dahoam ist dahoam, wannst nöt formuaßt, so bleib“, heißt es unter anderem in unserer oberösterreichischen Landeshymne. Worte, die jetzt wieder zeit- bzw. siutationsgemäß sind. Doch dieses zwangsweise „Heimfasten“ kann auch dem seelischen Nahrungsbedarf von Nutzen sein, gerade in der vorösterlichen Bußzeit, welche mit Auferstehung eine Einheit ist.


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