Mit dem Abriss des Gasthauses Lugmayr geht eine traditionsreiche Ära zu Ende
GRIESKIRCHEN. 40 Jahre lang, von 1978 bis 2018, war das Gasthaus Lugmayr in der Bachstraße ein Ort der Geselligkeit und der guten österreichischen Küche. 2020 rücken nun Bagger an und werden das Traditionsgasthaus dem Erdboden gleich machen, um dem Areal neues Leben einzuhauchen. Entstehen werden 15 Eigentumswohnungen.

1965 als Landwirtschaft der Großeltern erbaut, die nebenbei das Kettlgruber-Wirtshaus am Pühringerplatz führten, wurde das Haus 1978 zum Gasthaus und zu einer Pension. Mit 2020 findet diese Geschichte ein endgültiges Ende.
Ein neues Lebenskapitel
Was sich der ehemalige Wirt Günther Lugmayr denkt, wenn er die Baumaschinen dabei beobachtet, wie sie einen Teil seiner Lebensgeschichte Stück für Stück verschwinden lassen? „Es waren viele schöne Jahre, aber es hat kein Glück gebracht. Großvater, Mutter und zuletzt meine Frau sind jung gestorben. Ich würde sagen: „Es langt“, meint Lugmayr. Mit dem Haus habe er abgeschlossen. Was ihn tief berührt, sind die Aussagen der Stammgäste, die ihrem Wirt alles Gute für das neue Lebenskapitel wünschen. „Das ist der Beweis, dass man alles richtig gemacht hat. Die Leute sind als Gäste gekommen und als Freunde gegangen. Für mich ist Wirt sein kein Beruf, sondern eine Berufung“, so Lugmayr. Gemeinsam mit Sohn Thomas hat sich Lugmayr neuen Wohnraum - direkt neben dem Wirtshaus - geschaffen.
Neue Wohnungen
Auf dem 3.330 Quadratmeter großen Areal entstehen 1.030 Quadratmeter Wohnfläche. Das Unternehmen Immoheld errichtet 15 Eigentumswohnungen mit einer Größe von 52 bis 94 Quadratmeter. Im Winter 2021/2022 soll das Bauprojekt abgeschlossen sein.


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