In Waizenkirchen sorgt man sich um die Radfahrer
WAIZENKIRCHEN. Verkehrsteilnehmer, die regelmäßig die Gemeinde Waizenkirchen passieren, werden sie bestimmt schon bemerkt haben, die Bagger, die sich ihren Weg durch den Asphalt zwischen Eisenbahnkreuzung und Schlossbrücke bahnen. Der Verkehrsabschnitt wird neu gestaltet. Doch wie schaut es mit einem Geh- und Radweg in diesem Bereich aus? Ein Dringlichkeitsantrag dahingehend wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung von Grünen, SPÖ und FPÖ eingebracht.

Nachdem die Bauaktivitäten schon weit fortgeschritten sind, wolle man hier schnell handeln. Ein einstimmiger Beschluss ebnete auch den Weg dazu. Doch von Seiten der Grünen hat man nun die Befürchtung geäußert, dass die Dringlichkeitsanträge unter den Tisch gekehrt werden könnten, da der zuständige Planer vom Land Oberösterreich noch nichts vom Wunsch, einen Radweg zu errichten, gehört habe. Bürgermeister Fabian Grüneis (ÖVP) beruhigt die Situation: „Ich bin den Anliegen aus den Dringlichkeitsanträgen nachgekommen. Es war bereits der Radfahrbeauftragte des Landes OÖ da, von ihm wird in den nächsten Tagen eine Stellungnahme erwartet“, sagt Grüneis und betont, dass er nur der Vermittler sein kann, da es sich um eine Baustelle des Landes handle und: „Es soll ja eine Sicherheitsverbesserung werden und es gibt Straßen, die so hochfrequentiert sind, dass es keinen Sinn macht, dort Radwege zu schaffen. Ich kann mir vorstellen, dass es besser wäre, attraktive Ersatzwege einzurichten.“ Grüneis sei jedenfalls seinem Auftrag nachgekommen und habe die Anliegen ans Land übermittelt.
Varianten werden geprüft
Auf Tips-Nachfrage bei Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) heißt es: „Die Gemeinde hat, nachdem der Straßen- und Brückenbau bereits fertig geplant war, einen Gemeinderatsbeschluss übermittelt, nach dem eine Neuplanung inklusive südseitigem Geh- und Radweg veranlasst werden soll. Dies jedoch mit der Einschränkung, dass der Bauzeitplan der Brücke nicht gefährdet werden soll. Während der gesamten Planungsphase wurde seitens der Gemeinde zu keiner Zeit der Wunsch beziehungsweise Antrag an die Landesstraßenverwaltung herangetragen, dass ein Geh- und Radweg errichtet werden soll.“ Nichtsdestotrotz würden nun alle Stellen innerhalb der Fachabteilung prüfen, ob noch Verbesserungen möglich und auch sinnvoll sind. Sobald diese Prüfung abgeschlossen ist, werde die Gemeinde informiert.


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