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GALLSPACH. 22 Jahre jung und schon zwei Weltmeisterschaften hinter sich. Michaela Schöftner, ihre Beifahrerin Christa Brunner und ihr Pony Capri kommen beim Einspänner-Reiten ganz schön viel herum.

Michaela, Capri und Christa bei der Dressur. (Foto: Ann Kathrin Drumm)
  1 / 3   Michaela, Capri und Christa bei der Dressur. (Foto: Ann Kathrin Drumm)

Den 18-jährigen Wallach Capri lenkt Schöftner durch drei verschiedene Bewerbe bei den zahlreichen Rennen, die sie im Jahr fährt. Dressur, Marathon und ein Hindernisparkour müssen absolviert werden, die Gesamtwertung entscheidet über den Gewinn. Seit 2010 fährt Schöftner Turniere, 2021 nahm sie das zweite Mal an der Weltmeisterschaft im französischen Le Pin-au-Haras teil. „Am Schluss hat noch ein bisschen das Glück gefehlt“, erklärt Schöftner, es wurde Platz 17 für ihr Team.

Das Wirtshauspferd

Schöftners Pony Capri befindet sich aktuell in der Winterpause. Er wird zwar jeden Tag bewegt, aber auf große Trainings wird verzichtet. „Er befindet sich im Stromsparmodus“, lacht die Maschinenring-Angestellte. Bei den Turnieren ist Capri Schöftners Ruhepol. „Er wäre ein perfektes Wirtshauspferd, wenn er steht, dann steht er“, beschreibt die Kutscherin. Zum Team gehört auch Christa Brunner, die als Beifahrerin Pferd und Lenkerin unterstützt.

Geduld und Talent

Gute Nerven, Geduld, Gespür und ein bisschen Talent sind für Schöftner die wichtigsten Voraussetzungen zum Einspänner- Fahren. Spannend macht es vor allem, dass das Pferd nur über Leine und Stimme kontrolliert wird. Die Gallspacherin stammt aus einer Reiterfamilie und war als vier Wochen altes Baby das erste Mal auf einem Turnier, inzwischen waren neben den zwei WM-Teilnahmen zweimal der Sieg der österreichischen Meisterschaft und ein Landesmeistertitel dabei. Capris Karriere geht in Kürze zu Ende, mit 18 Jahren ist da 1,48 Meter Stockmaß hohe Pony schon ein Senior bei den Wettkämpfen. Einen Nachfolger gibt es bereits, beim Training muss Schöftner allerdings wieder bei null anfangen. Noch einmal bei der Weltmeisterschaft eine Platzierung unter den ersten zehn zu schaffen, wäre ihr Traum.


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