Kein neues Haus für die Feuerwehr
ST. GEORGEN. Viel Diskussionsstoff gab der geplante Bau eines neuen Feuerwehrhauses für die FF Tolleterau. Nun liegt der Entscheid des Landesverwaltungsgerichtes vor: Es wird keinen Neubau am gewünschten Standort geben.

Für die Errichtung des Feuerwehrhauses sollte zuerst die Oberösterreichische Landesregierung ihr OK geben. Diese lehnte ab, da die Umwidmung nicht mit dem Raumordnungsgesetz vereinbar war. Gegen diesen Bescheid erhob die Gemeinde Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht. Dieses wies die Klage ab mit der Begründung, dass Zersiedelungen vermieden sowie die Erhaltung und Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes sichergestellt sein müssen. Zudem wäre der Bau ein Eingriff in das Landschaftsbild. Es gäbe keine optische Anbindung an die bestehenden Strukturen und Siedlungen, heißt es von Seiten des Verwaltungsgerichtes.
Ein schwarzer Tag für das Ehrenamt
„Es ist ein schwarzer Tag für das gesamte Ehrenamt und ich bin zutiefst enttäuscht über die Entscheidung des Höchstgerichtes“, sagt Bezirks-Feuerwehrkommandant Herbert Ablinger. Auch Bürgermeister Karl Furthmair (ÖVP) ist verärgert, vor allem über das Vorgehen der Beamten und der politischen Akteure. „Ich fühle mich von Beamten hintergangen und auf die Politik bin ich voll sauer“, sagt der Ortschef. „Meine Aufgabe ist es, dass die ehrenamtlichen Frauen und Männer eine gute Ausrüstung haben, aber auch ein Haus, das passt. Wenn mich da das Land hängen lässt, ist das für mich nicht machbar.“
Ein herber Rückschlag
Es sei ein „herber Rückschlag und demotivierend für die FF Tolleterau“, meint Ablinger, der die Entscheidung des Gerichtes zwar akzeptiert, aber nicht nachvollziehen kann: „Für das Projekt der Florianis wäre ein kleines Grundstück von 0,2 Hektar notwendig. Die Betriebe wachsen wie Schwammerl aus dem Boden, die Gefahr der Unfälle und Brände sowie der Verkehr und die damit verbundenen Gefahren werden tendenziell mitwachsen. Daher muss auch die Feuerwehr mitwachsen dürfen.“ In der Gemeinde will man nun neue Möglichkeiten und Standorte prüfen.


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