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Nur 34 Prozent der AK-Mitglieder in den Bezirken Eferding und Grieskirchen sind mit der Gesundheitsversorgung zufrieden

Helmuth Wimmer, 07.05.2026 14:40

EFERDING/GRIESKIRCHEN. Die Zufriedenheit der Mitglieder der Arbeiterkammer mit der Gesundheitsversorgung hat in den Bezirken Eferding und Grieskirchen einen Tiefststand erreicht.

AK-Präsident Andreas Stangl (Foto: Weihbold)
AK-Präsident Andreas Stangl (Foto: Weihbold)

Nur mehr 34 Prozent der Befragten sind mit dem Gesundheitssystem zufrieden. Das sind um sechs Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. 31 Prozent der Befragten sind wenig bis gar nicht zufrieden. 60 Prozent fühlen sich stark oder sehr stark durch langes Warten auf einen Termin bei einem Facharzt, für eine Untersuchung oder für eine Operation belastet. 48 Prozent haben gar keinen Termin erhalten, weil keine neuen Patienten aufgenommen werden.

Problem mit Wartezeiten

Ein großes Problem sind nach wie vor die Wartezeiten auf Operationen. 61 Prozent der Befragten in Eferding und Grieskirchen mussten länger als drei Monate auf eine Operation warten. Die Entwicklungen im öffentlichen Gesundheitssystem führen dazu, dass immer mehr Versicherte auf teure Wahl- und Privatärzte ausweichen. 22 Prozent haben keinen Termin in einer Kassenordination erhalten.

Frage des Geldes

„Somit ist die Gesundheitsversorgung längst eine Frage des Geldes. Das geht auf Kosten der Gesundheit jener Menschen, die sich Wahlärzte oder Zusatzversicherungen nicht leisten können oder möchten. Besonders belastet fühlen sich chronisch Kranke, da sie regelmäßig auf die öffentliche Gesundheitsversorgung angewiesen sind“, sagt Arbeiterkammer-Präsident Andreas Stangl.

Forderungen

Die Kammer fordert eine gerechte und hochwertige Gesundheitsversorgung für alle in Oberösterreich. Dazu sollen Wartezeiten deutlich verkürzt und die Terminvergabe bei Operationen transparenter gestaltet werden. Offene Kassenstellen sollen rasch besetzt und Primärversorgungszentren ausgebaut werden, ergänzt durch einen Rechtsanspruch auf allgemeinmedizinische Versorgung. Bei fehlender Versorgung durch Kassenärzte sollen Patienten den vollen Kassentarif auch bei Wahlärzten ersetzt bekommen. Außerdem fordert die Arbeiterkammer mehr Mitbestimmung der Arbeitnehmer in der Österreichischen Gesundheitskasse sowie eine regionale Verwaltung der Beiträge.


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