Landesrat Achleitner sieht Grieskirchen als wirtschaftlichen Vorzeigebezirk
GRIESKIRCHEN. Nach drei Jahren Rezession wird 2026 laut Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) ein Jahr der Trendwende. Für heuer wird ein Wirtschaftswachstum von rund einem Prozent erwartet. „Die Zuversicht nimmt zu“, betonte Achleitner bei seinem Bezirksbesuch. Grieskirchen sei dabei ein Vorzeigebezirk.

Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent (Stand August) liege Grieskirchen im Bereich der Vollbeschäftigung. Nur in den Bezirken Grieskirchen und Eferding sei die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen.
Eine positive Entwicklung zeige sich laut Achleitner auch bei den Investitionen. Es werde wieder in kleinen, mittleren und großen Unternehmen investiert. Gleichzeitig nehme die Zuversicht bei den Betrieben zu. „Wenn man bei den Leuten draußen ist und bei den Betrieben draußen ist und mit den Leuten redet, die es tun, dann merkt man, die Zuversicht kommt zurück“, sagt Achleitner.
Im Bezirk gibt es rund 5.300 Unternehmen mit rund 30.000 Beschäftigten. Die Wirtschaftsstruktur reicht von kleinen und mittleren Betrieben über Handwerksunternehmen bis zu Industriebetrieben. Achleitner hob besonders das Zusammenspiel von Industrie und Zulieferbetrieben hervor.
Trotz des Krisenjahres 2025 wurden im Bezirk 273 Unternehmen neu gegründet. Weitere 37 wurden übernommen. „Das zeugt wirklich von Dynamik und auch von Zukunftsfähigkeit“, betont der Landesrat. Unternehmensgründungen seien auch mit Blick auf künftige Arbeitsplätze relevant.
Lehrstellen
Am Lehrstellenmarkt gibt es im Bezirk mehr offene Stellen als Suchende. Derzeit suchen 37 junge Menschen eine Lehrstelle. Dem stehen 93 offene Lehrstellen gegenüber. „Ein Lehrstellensuchender kann unter drei Lehrstellen wählen“, sagte Achleitner: „Das ist ein Paradies.“ Im Bezirk absolviert etwa jeder zweite Jugendliche eine Lehre.
Eine Herausforderung sieht der Landesrat in der demografischen Entwicklung. In Oberösterreich arbeiten derzeit rund 700.000 Menschen. Bis 2030 werde diese Zahl um 83.000 Personen zurückgehen. Für 2040 wird ein Rückgang um 151.000 Menschen erwartet. Um den Arbeitskräftebedarf künftig zu decken, sollen Digitalisierung und Automatisierung stärker eingesetzt werden. Vor allem künstliche Intelligenz (KI) werde dabei eine Rolle spielen.
Gleichzeitig soll die Qualifizierung von Beschäftigten verstärkt werden. Das Land investiere gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice und dem Bund heuer fast 400 Millionen Euro in diesem Bereich.
Künstliche Intelligenz
Das Thema künstliche Intelligenz kommt laut Achleitner zunehmend auch in kleinen und mittleren Unternehmen an: „KI ist das Werkzeug der Zukunft.“ Dem schloss sich auch Wirtschaftskammer-Obmann Günther Baschinger an: „Die Betriebe werden durch KI einen Aufschwung erleben. Einige Arbeitsplätze werden verschwinden, neue werden entstehen.“
Positiv ist auch die Entwicklung im Tourismus. Im Bezirk gab es im vergangenen Jahr 557.816 Nächtigungen. Das bedeutet im Vergleich zu 2015 ein Plus von 3,6 Prozent. Die meisten Nächtigungen verzeichnete Bad Schallerbach mit 390.529, gefolgt von Natternbach mit 49.190 und Rottenbach mit 20.072.
ÖVP-Bezirksparteiobmann Florian Hiegelsberger betonte ebenfalls die wirtschaftliche Stärke von Grieskirchen: „Ziel ist ein lebenswerter Bezirk.“








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