Warum es jetzt im Frühling öfter stinkt
BEZIRK GRIESKIRCHEN. In landwirtschaftlichen Tierhaltungsbetrieben fallen laufend Wirtschaftsdünger an. Das ist vorrangig Gülle, die in Güllegruben zwischengelagert wird. Wenn jetzt im Frühling die Verbotszeiträume für die Gülledüngung zu Ende gehen und die Witterung sowie die Bodenverhältnisse es zulassen, dann wird die hofeigene Gülle auf die Felder ausgebracht. Nicht jede Nase ist davon angetan.

Die Landwirte ersuchen gerade deshalb um Verständnis, denn ohne die „charakteristische Würze“ in der Luft ist Gülleausbringung kaum möglich. Die ständigen Verbesserungen in der Ausbringtechnik, wie zum Beispiel die bodennahe Ausbringung mit Schleppschläuchen, tragen zur Reduktion der Geruchsbelastung bei. Hofeigene Wirtschaftsdünger wieder auf den eigenen Feldern und Wiesen auszubringen sei im Sinne einer Kreislaufwirtschaft eine unverzichtbare Notwendigkeit. Damit werde der Einsatz von hoffremden, energieintensiven Mineraldüngern stark reduziert.
Basis für Futter
Optimal versorgtes Grünland ist die Basis für hochwertiges Grundfutter. Die Gülle ist ein besonders wertvoller Pflanzendünger, ein sogenannter „Volldünger“, weil alle wichtigen Pflanzennährstoffe darin enthalten sind. Gülle, die bedarfsgerecht ausgebracht wird, kann von den Pflanzenwurzeln optimal aufgenommen werden, sodass die Gefahr des Nährstoffaustrages ins Grundwasser nicht gegeben ist. Viele Landwirte beschäftigen sich mit Unterstützung der in der Landwirtschaftskammer OÖ angesiedelten Boden.Wasser.Schutz.Beratung regelmäßig damit, wie Nitratverluste und gasförmige Stickstoffverluste bei der Gülledüngung auf ein Minimum reduziert werden können. Denn nicht zuletzt können durch eine höhere Nährstoffeffizienz mit der gleichen Güllemenge höhere Pflanzenerträge erreicht werden.


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