Faustball: "Pöttinger Buam" haben Bundesliga vor Augen
GRIESKIRCHEN. Die zweite Mannschaft der UFG Sparkasse Grieskirchen/Pötting, die „Pöttinger Buam“, wie sie vereinsintern aufgrund der Herkunft der Spieler genannt wird, spielten eine unglaubliche Saison in der 1. Hallen-Landesliga und krönten sich vergangenen Samstag als Aufsteiger zum Meister in der höchsten oberösterreichischen Liga.

Je länger die Spielzeit dauerte, umso stärker wurde das Hausruckviertler Team. In einem spannenden 3:2-Krimi gegen Bad Kreuzen wurde der Meistertitel im vorletzten Saisonspiel fixiert. Mit dem Titel stehen die Pöttinger Buam nun vor dem Aufstieg in die 2. Hallen-Bundesliga. Mit dem Saisonziel „Klassenerhalt“ ging das Team der UFG Grieskirchen/Pötting als Aufsteiger in die neue Hallensaison.
Am Ende gelingt der Mannschaft völlig überraschend der große Coup. Nur ein Saisonspiel – gleich zum Auftakt – wurde verloren, neun Siege stehen eben dieser einen Niederlage gegenüber. Besonders überraschend kamen die Erfolge, da Hauptangreifer und Kapitän Benedikt Hartl durch eine Schulterverletzung bereits seit Juni fehlt.
Mit Spielwitz und Intelligenz im Angriff und einer starken Defensive war das Team nur sehr schwer zu schlagen. Ausschlaggebend für die Erfolgsserie war die Nervenstärke in engen Spielen, so feierten die Pöttinger Buam insgesamt fünf 3:2-Siege. Zweimal gelang es sogar, verlorengeglaubte Spiele nach 0:2-Satzrückstand noch in einen Sieg zu drehen.
„Mannschaftsstärke war Schlüssel zum Erfolg“
In der letzten Runde am Samstag gegen Bad Kreuzen und Froschberg reichte dem Tabellenführer ein Sieg, um Meister zu werden. Genau solche vermeintlich einfachen Spiele sind oft die schwersten, was sich auch diesmal bewahrheiten sollte. Nach einem misslungenen und verkrampften ersten Satz gegen Bad Kreuzen fanden die Pöttinger Buam zwischenzeitlich immer besser ins Spiel und entschieden den zweiten und dritten Satz für sich.
Danach schlichen sich aber wieder viele Unkonzentriertheiten ein, die das Match unnötig spannend machten und ein entscheidender fünfter Satz notwendig wurde. Zahlreiche Fans kamen zum Showdown in die Grieskirchner Sportarena und feuerten die Mannschaft frenetisch an.
Den Meistertitel vor Augen zeigten die Jungs grundlos Nerven, konnten den Satz aber noch mit 11:8 und somit das Spiel mit 3:2-Sätzen gewinnen. „Wir haben heute zwar nicht schön gespielt, aber was zählt, ist der Sieg. Die Chance auf den Meistertitel hat uns mehr gelähmt als beflügelt. Es fehlte oft der Killerinstinkt. Die Freude über den Titel ist riesig. Jeder in unserer Mannschaft hat über die gesamte Saison eine kontinuierlich starke Leistung gebracht, die Mannschaftsstärke war der Schlüssel zum Erfolg“, so der erst 16-jährige Kapitän und Hauptangreifer Lukas Eidenhammer.
Auch Fünf-Satz-Sieg gegen Froschberg
Im letzten Saisonspiel gegen Froschberg konnte das UFG-Team somit eigentlich befreit aufspielen, wollte aber auch den neunten Saisonsieg in Serie feiern. Mit 11:9 im ersten Satz lief noch alles nach Plan, durch taktische Umstellungen brachte sich die Fünf anschließend aber selbst etwas aus dem Konzept. Auch gegen Froschberg fiel die Entscheidung im fünften Satz. Erst jetzt zeigten die Hausruckviertler wieder ihr gewohntes souveränes Gesicht und siegten klar mit 11:3. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist nun noch von den anderen österreichischen Ligen abhängig, ob Aufstiegsspiele stattfinden oder die Grieskirchner direkt in die zweithöchste Spielklasse Österreichs aufsteigen dürfen.


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