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GRIESKIRCHEN. Österreich sei bei der Einkommensgerechtigkeit nach wie vor eines der Schlusslichter in Europa, heißt es von Seiten des Gewerkschaftsbundes. Dieser setzt anlässlich des Internationalen Frauentags ein Zeichen.

  1 / 3   Vertreter des Gewerkschaftsbundes der Region Grieskirchen/Eferding, ÖGB-Regionalvorsitzender für Grieskirchen, Walter Steiner und Regionalsekretär Peter Schoberleitner (rechts) verteilten rote Nelken. Unter anderem waren sie beim FAB in Grieskirchen, im Grieskirchner Behördenviertel und bei LEHA in Breitenaich zu Besuch.

„1500 Euro Mindestlohn wären ein großer Schritt zu mehr Gerechtigkeit, weil in schlecht entlohnten Branchen sehr viele Frauen arbeiten“, erklärt ÖGB-Regionalsekretär Peter Schoberleitner. Überlange Arbeitszeiten, wie sie Wirtschaftskammer und Industrie fordern, würden noch mehr Frauen in Teilzeit drängen. „Dabei wissen wir, dass schlecht entlohnte Teilzeitarbeit oft zu Armut im Alter führt. Es kann doch nicht das Ziel der Politik sein, die Zahl der Ausgleichszulagenbezieherinnen zu steigern“, kritisiert auch der Vorsitzende des ÖGB Grieskirchen, Walter Steiner, die Situation. Neben 1500 Euro Mindestlohn brauche es Ein-kommenstransparenz in den Betrieben. Der Gewerkschaftsbund will, dass schon in Betrieben mit mehr als 100 Beschäftigten Einkommensberichte gelegt werden müssen, um etwaige Diskriminierung von Frauen erkennen zu können. Außerdem müssten Vordienst- und Karenzzeiten besser angerechnet werden, um die Einkommensschere zu verkleinern.Seit mehr als 100 Jahren wird der Internationale Frauentag zelebriert und traditionell wird an diesem Tag vom Gewerkschaftsbund eine rote Nelke an Frauen überreicht. „Vielleicht meinen einige, dieser Brauch würde ohnehin zu nichts führen, aber letztendlich geht es um ein Zeichen der Sensibilisierung für dieses im 21. Jahrhundert noch immer brisante Thema“.


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