AK-Bilanz: Grieskirchner Arbeitnehmer sind engagiert, bemüht und produktiv
GRIESKIRCHEN. Die Leistungen der Arbeitnehmer aus dem Bezirk Grieskirchen hat die Arbeiterkammer ganz genau unter die Lupe genommen und kommt zum Fazit: Die Grieskirchner Arbeitnehmer überzeugen mit Produktivität und ihren Bemühungen, auch in Zeiten von Arbeitslosigkeit wieder einen Job zu finden.

Der Auslöser für das Erstellen einer Leistungsbilanz für jeden Bezirk sei laut AK-Präsident eine „unappetitliche Debatte“ in Wirtschaftskreisen gewesen. Die Arbeitnehmer seien verunsichert worden. Für Kalliauer steckte da eine Absicht dahinter, denn so würden Arbeitnehmer leichter auf ihre Rechte verzichten und sich mehr gefallen lassen. Dass die Arbeitnehmer aber durchaus viel leisten, soll nun anhand der AK-Bilanz veranschaulicht werden. „Die Leistung der Arbeitnehmer ist sehr vielfältig aber nicht immer sichtbar“, meint Kalliauer.
Hohe Wertschöpfung
Von den 43.103 Einwohnern im Alter von 15 bis 64 Jahren aus dem Bezirk Grieskirchen waren im Jahresdurchschnitt 2016 14.955 Männer und 12.279 Frauen unselbständig beschäftigt. Im Vergleich zum Jahr zuvor ist die Beschäftigung um 1,6 Prozent gestiegen. 31,2 Prozent der Grieskirchner haben einen Teilzeitjob, 56 Prozent davon sind Frauen, 10,4 Prozent Männer. Betrachtet man die Produktivität in 20 ausgewählten Unternehmen, so zeigt sich, dass die Pro-Kopf-Wertschöpfung im Jahr 2015 bei mehr als 78.500 Euro lag. Zieht man davon die Personalkosten ab, bleiben diesen 20 Unternehmen jährlich 24.000 Euro pro Mitarbeiter übrig.
Um Job bemüht
Zusätzlich zu den 1363 Arbeitslosen befanden sich im vergangenen Jahr 275 Personen in Schulungen des AMS. 13 Jugendliche suchten eine Lehrstelle. Die Arbeitslosigkeit beträgt 4,8 Prozent und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt von 6,1 Prozent. Gegenüber 2015 ist die Zahl der Arbeitsuchenden um 28 Personen gesunken. Arbeitslose bemühen sich, möglichst rasch wieder einen Job zu finden, das zeigt sich daran, dass fast zwei Drittel der Arbeitsuchenden innerhalb drei Monaten eine neue Beschäftigung finden.
Einkommen unter Durchschnitt
Die Beschäftigten im Bezirk erhalten ein mittleres Bruttoeinkommen von 2076 Euro monatlich. Das bedeutet um 5,3 Prozent weniger als im Oberösterreich-Durchschnitt. Im Bezirksvergleich nimmt Grieskirchen den zwölften Platz ein. Am besten steigen die männlichen Angestellten mit 3156 Euro aus. Arbeiterinnen kommen auf 1295 Euro. „Bei den Leistungsbilanzen geht es nicht darum, dass ein Bezirk besonders positiv oder besonders negativ abschneidet, sondern darum, einmal die Leistungen der Beschäftigten in den Vordergrund zu stellen. Denn meist heißt es doch „Die Wirtschaft steht gut da“ oder „Bei der Firma XY läuft“s besonders gut“. Dass da die Leistungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dahinterstecken, geht oft unter“, erklärt AK-Präsident Johann Kalliauer. Aufgrund dieser Bilanz fordert die AK eine ordentliche Entlohnung, die Einhaltung der Arbeitsrechtsansprüche und soziale Sicherheit für die Arbeiternehmer.


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