Seniorenbund kritisiert fehlende Wertschätzung für ältere Menschen
GRIESKIRCHEN. Bei einem Besuch in Grieskirchen hoben der Seniorenbund-Landesobmann Josef Pühringer sowie Landesgeschäftsführer Franz Ebner und Bezirksobmann Johann Feizlmayr die Bedeutung der Generation 60+ für die Gesellschaft hervor. Landtagsabgeordneter Peter Oberlehner lobte vor allem das ehrenamtliche Engagement der Senioren.

„Wir stellen ein Viertel der Bevölkerung und ein Drittel der Wähler“, betont Landesobmann Josef Pühringer das politische Gewicht der älteren Generation. Alleine im Bezirk Grieskirchen sind 16.000 der wahlberechtigten Menschen über 60 Jahre alt. Die nächsten 20 Jahre werde die Zeit der Senioren, stellt Pühringer weiters klar. Doch der Stellenwert dieser Gruppe, der durch diese Zahlen sichtbar werde, fehle Pühringer in der öffentlichen Beurteilung.
Senioren als entscheidende Gruppe für das Ehrenamt
Auch Landtagsabgeordneter Peter Oberlehner spricht von einer menschlich und gesellschaftlich ganz entscheidenden Gruppe, die vor allem auch im Ehrenamt sehr viel leiste. Dies zeigt sich auch bei der Anzahl von Über-60-Jährigen, die politisch aktiv sind – alleine im Bezirk Grieskirchen gibt es 17 Gemeinderäte aus dieser Altersgruppe.
Große Solidarität in der Corona-Pandemie
Für Bezirksobmann Johann Feizlmayr habe vor allem auch die Pandemie gezeigt, welch tolle Arbeit der Seniorenbund und seine Mitglieder leiste. So haben Funktionäre für Hochbetagte Einkäufe erledigt oder Mahlzeiten zugestellt. Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei – der Seniorenbund möchte jedoch wieder ein Stück Normalität einziehen lassen. Das heurige Jahr habe man wie ein normales geplant, „auch um ein Signal auszusenden“, sagt Landesgeschäftsführer Ebner.
Spenden-Hammer für Ukraine-Geflüchtete
Neben der Pandemie ist auch der Ukraine-Krieg ein Thema, bei dem der Seniorenbund seine Solidarität zeigt. So sammelten Obleute in den vergangenen zehn Tagen 7.000 Euro Spenden für Kriegsflüchtlinge aus der Ukrainie. Die Spenden sind zweckgebunden für Frauen und Kinder, betont Feizlmayr.


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