Vom Dach auf das Siegerpodest: zwei Lehrlinge auf dem Vormarsch
PEUERBACH/HOFKIRCHEN. Die Zukunft des Spenglerhandwerks steht fest in den Händen von Jakob Humer vom Peuerbacher Unternehmen Meissl und Philipp Gattinger von Hatzmann aus Hofkirchen. Die beiden Gewinner des Lehrlingswettbewerbs erzählen Tips was passiert, wenn Leidenschaft auf Handwerk trifft.

Tips: Was waren deine ersten Eindrücke von der Spengler-Lehre und wie haben sich deine Erwartungen seit Beginn der Ausbildung entwickelt?
Philipp: Ich habe Installateur gelernt, war aber nicht so erfolgreich in dieser Branche, wie ich es mir vorgestellt hatte. So entschied ich mich für eine zweite Lehre als Spengler, da ich glaubte hier meine Talente besser entfalten zu können. Und so ist es auch. Dieser Job macht mir sehr viel Spaß.
Jakob: Mein Vater arbeitet bei der Firma Meissl als Bauleiter und hat mir diese Ausbildung empfohlen. Nach dem Schnuppern war ich mir sicher, das ist das Richtige für mich.
Tips: Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?
Philipp: Mein typischer Arbeitstag beginnt damit, dass ich um 5:30 Uhr aufstehe, meine Morgenroutine erledige und um kurz vor 7 Uhr erscheine ich in meinem Lehrbetrieb. Dort warte ich bis mein Chef die Arbeitseinteilung macht und erfahre dann mit welchen Arbeitskollegen ich arbeiten darf und auf welche Baustelle wir fahren.
Jakob: Auf meinen Firmen-iPad sehe ich immer vorher, welche Baustellen mir und meinem Spengler-Monteur zugeteilt sind. In der Früh um 7:00 oder bereits am Vortag laden wir das benötigte Material beziehungsweise fertigen wir Blechformteile für die Baustelle. Dann geht es auf die Baustelle. Am Abend wenn wir zurück kommen, treffen wir uns mit den anderen Mitarbeitern in der Firma und es wird noch gerne geplaudert.
Tips: Welche Aspekte der Lehre haben dich bisher am meisten herausgefordert und wie bist du damit umgegangen?
Jakob: Da ich das Mitarbeiten von daheim gewöhnt bin und Freude an der Arbeit habe, hatte ich keine Schwierigkeiten mit neuen Herausforderungen in der Lehre.
Philipp: Die größte Herausforderung waren die ersten Paar Tage auf einer Baustelle. Arbeiten bei großer Hitze, Höhe und ohne Unterdach, das ist für jemanden der gerade mit dieser Arbeit begonnen hat nicht so einfach. Man soll sich nicht nur auf dem Dach halten können, sondern auch Arbeiten.
Tips: Welche Projekte hast du bisher während deiner Lehre übernommen und was hat dir dabei am meisten Spass gemacht?
Philipp: Ich habe bereits kleinere Baustellen schon selbstständig gemacht, dabei hat mir natürlich die Arbeit selber am meisten Spaß gemacht. Es war aber auch toll zu sehen wie ich das Gelernte gut umsetzen konnte.
Jakob: Ich habe in jedem Bereich der Bau-Spenglerei, ob Dach oder Fassade gearbeitet. Ich kann noch nicht sagen, was mir am meisten Spaß macht, aber das kommt schon noch.
Tips: Welche Rolle spielt Teamarbeit in deiner Ausbildung?
Jakob: Teamarbeit ist enorm wichtig. Meine Kollegen sind immer für mich da und ich kann jeden fragen. Das ist ein gutes Gefühl.
Philipp: Teamarbeit ist in meinen Beruf nicht wegzudenken. Große Bleche oder Paneele können nicht alleine vorgerichtet oder auch montiert werden. Und das beste an der Teamarbeit ist natürlich der Spaß, den man auf der Baustelle hat, aber natürlich auch dass, was man von den Kollegen lernt und vorgezeigt bekommt.
Tips: Was waren deine ersten Eindrücke von der Spengler-Lehre und wie haben sich deine Erwartungen seit Beginn der Ausbildung entwickelt?
Jakob: Am Anfang war Vieles neu, aber dank meiner Kollegen habe ich mich sehr rasch wohl gefühlt.
Philipp: Meine ersten Eindrücke waren sehr positiv, mich faszinierte die Genauigkeit und die Liebe zum Detail mit der man als Spengler arbeiten kann.
Tips: Welche Möglichkeiten zur Weiterbildung und Spezialisierung stehen dir während deiner Lehre zur Verfügung?
Philipp: In meiner Branche gibt es verschiedenste Schulungen wie zum Beispiel den Einbau von Dachfenstern, die Verlegung von Flachdachfolien, Abdichtungen mit Flüssigkunststoffen und vieles mehr. Mich persönlich würde momentan eine Schulung zu den Flüssigkunststoffen am meisten reizen, da ich bisher noch nicht so viel damit gearbeitet habe.
Jakob: Meine Ausbildung ist sehr vielfältig und spannend. Keine Baustelle ist gleich. Zur Zeit interessiert mich Alles. Weiterbildung gibt es in viele Richtungen, aber ich habe mich noch nicht für eine Sache entschieden.
Tips: Wie ist das Verhältnis zu deinen Ausbildern und wie unterstützen sie deinen Lernprozess?
Jakob: Mit unserem Chef Simon komme ich sehr gut zurecht. Mit meinen Vater als Bauleiter ist es nicht immer so einfach. Aber das ist normal.
Philipp: Das Verhältnis zu meinen Ausbildern ist sehr gut. Ich kann mit ihnen spassen. Wenn ich in der Berufsschule bin, kann ich sie wegen Fragen jederzeit anrufen. Und sonst zeigen sie mir auch jedes Detail in der Spenglerei, wenn ich etwas dazu wissen will.
Tips: Was machst du privat gern?
Philipp: Ich bin gerne am Hobbytischlern oder bastle am Computer. Bei der Freiwilligen Feuerwehr bin ich auch und verbringe gerne Zeit mit meinen Freunden sowie mit meiner Freundin.
Jakob: Mein Hobby ist die Landwirtschaft. Das macht mir großen Spass und ich helfe gerne bei anderen Landwirten.


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