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GROSS GERUNGS. Es ist der 30. Mai, 20 Uhr: Mitten in Groß Gerungs, am Bahnhof, wird gerade ein skrupelloser Geldraub von einem Räuberquartett minutiös geplant. Das Publikum wird Zeuge eines Coups, der plötzlich eine ganz andere Wende nimmt. Ein Mordsspaß war die Premiere der Kriminalkomödie „Ladykillers“, welche das Theater im Kopf-Bahnhof in dieser Saison präsentiert.

  1 / 27   Über eine wirklich gelungene Premiere konnten sich das Team vom Theater im Kopf-Bahnhof Groß Gerungs freuen.

Da war Professor Johann Georg Grasl (Martin Ritschl) – der Kopf der Bande, der den Überfall dirigiert und nie um eine Ausrede verlegen ist, weiters Dr. Lust (Erwin Riegler), der sich vom medizinischen Weg abgewandt und sich vielmehr dem Schnaps zugewandt hat, der Dritte im Bunde Mathias Schön (Michael Meierhofer), der fesch anmutende Mafiosi mit dem scharfen Messer und nicht zuletzt Franz Zwettler (Fritz Gundacker), der dicke Cellist, ein Gourmand, der vor allem Kuchen über alles liebt, allerdings geistig ein wenig schwerfällig wirkt.

Um den Überfall verwirklichen zu können, suchen die vier Ganoven eine Bleibe in der Nähe des Gerungser Bahnhofes, die sie als Einsatzzentrale nutzen können. Fündig werden sie bei der Vermieterin Frau Bergheim (Anna Maria Friedl), einer vertrauensvollen Kapitänswitwe. Als Streichquartett getarnt, das lediglich ungestört „musizieren“ möchte, kommen sie bei ihr unter. Doch die Gangster kommen trotz ihres ausgetüftelten Plans immer mehr in die Zwickmühle, da Frau Bergheim sich als redselige gesellige Dame entpuppt, die ihre Gäste nur allzu gerne mit Tee verwöhnt und auch ihre zwei überdrehten Freundinnen Katharina Bauer (Herta Siedl) und Gerda Feuereisen (Sonja Hahn) sehr neugierig auf die neuen Untermieter sind. Dennoch ihr Plan geht auf - vorerst.

Nach dem geglückten Raub stößt die alte Dame durch ein Missgeschick auf das Geld, das die vier in ihren Instrumentenkoffern verstecken – den Ganoven bleibt nur ein Ausweg: Mitwisserin Frau Bergheim muss beseitigt werden. Dieses Vorhaben wird durch ihre Freundinnen sowie durch den Polizisten Rolf Herzog (Stefan Prinz) und den redseligen Papagei im Haus nicht gerade leicht gemacht.

Ob der Vernichtungsschlag gelingt und das Stück seinem Namen gerecht wird? - Es bleibt spannend!

Das Publikum ist mitten im Geschehen

Die Kriminalkomödie wurde von Regisseurin Manuela Seidl an den Schauplatz Groß Gerungs adaptiert, so hörte man etwa vom Bahnhof, dem Herz-Kreislauf-Zentrum, den umliegenden Gassen oder dem Gemeindeamt als dem „Zentrum der Macht“.

Beeindruckendes Bühnenbild

Besonders beeindruckend ist das zweistöckige Bühnenbild: im Erdgeschoß empfing Frau Bergheim ihre Freundinnen, im Stock darüber heckten die vier Ganoven ihren Überfall aus.

Hervorzuheben ist vor allem der eingebaute Lift, mit dem die hüftoperierte Dame des Hauses in den ersten Stock kommt. Auch so manche Requisiten, wie die selbstgebauten Instrumente des Streichquartetts, entspringen originellen Ideen. 

Alles in allem eine wirklich gelungene Premiere vor ausverkauftem Haus (118 Sitzplätze), die sich unter anderem auch Vertreter der Gemeinde Groß Gerungs, die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, Landtagsabgeordneter Franz Mold (VP) oder aber Johannes Tüchler (Bezirkshauptmannschaft Zwettl) nicht entgehen ließen.

Weitere Spieltermine:

  • So., 03. Juni, 18 Uhr
  • Do., 07. Juni, 20 Uhr
  • Do., 14. Juni, 20 Uhr
  • Fr., 15. Juni, 20 Uhr
  • Sa., 16. Juni, 20 Uhr
  • So., 17. Juni, 18 Uhr
  • Fr., 22. Juni, 20 Uhr
  • Sa., 23. Juni, 20 Uhr

Karten sind erhältlich an den Ö-Ticket Verkaufsstellen (Banken, Trafiken, Libro, Mediamärkte, etc.) sowie an der Abendkasse erhältlich. Mehr Infos: www.willkommeningerungs.at


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