Hochkarätiges wissenschaftliches Symposium rund um den "traumatisierten Herzpatient"
GROSS GERUNGS. Beim jüngsten wissenschaftlichen Symposium im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs stand „Der traumatisierte Herzpatient und seine Behandlung“ im Fokus. Über 120 Ärzte, Psychologen und Vetreter der Krankenpflege kamen für die Weiterbildung ins Waldviertel.

Pro Jahr werden in Österreich über 330.000 Patienten im Rahmen von Herzkreislauferkrankungen stationär behandelt. Obwohl klinische Ereignisse, wie ein Herzinfarkt oder eine große Herzoperation, primär als körperliches Ereignis wahrgenommen werden, kommt es zu einer großen seelischen Belastung, die in der Akutsituation meist nicht angesprochen wird. Für die meisten Menschen stellt die akute Herzerkrankung ein lebensbedrohliches Ereignis dar, das zu einem psychischen Ausnahmezustand führt. In der Folge treten oft depressive Zustände, Nervosität, Weinerlichkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und ein Gefühl „Ich bin nicht Ich“ auf. Diese Symptome können sich zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) verdichten und bedürfen einer medizinischen Behandlung sowie einer psychologisch geführten Bewältigung.
Hochkarätige Referenten
Das Wissenschaftliche Symposium „Der traumatisierte Herzpatient und seine Behandlung“ im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs widmet sich genau diesem Thema mit einer Reihe hochkarätiger Referate. Unter anderem begeisterte Elmar Sprink mit seinem Vortrag „Zurück ins Leben“: „Ein Herzinfarkt hat mich 2010 aus der Bahn geworfen. Heute lebe ich mit einem Spenderherz und nehme – genauso wie zuvor – an Marathons und Ironmans teil.“
„Das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs hat schon viele Jahre einen Schwerpunkt auf diesem Gebiet. Ziel ist die Schaffung von mehr Bewusstsein bei den einzlenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen“, erklärt Primarius Sebastian Globits, Ärztlicher Leiter des Herz-Kreislauf-Zentrums Groß Gerungs.


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