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ST. PÖLTEN/GROSS GERUNGS. Die gute Nachricht: Die Notarztversorgung in Niederösterreich ist gesichert, alle bestehenden Standorte werden vorerst weiterbetrieben, das wurde nun im Zuge einer Pressekonferenz bekannt. Aber diese Gewissheit gibt es noch nicht lange, wie der Bürgermeister von Groß Gerungs in einer ersten Stellungnahme bestätigt.

V. l.: Otto Kernstock (Vizepräsident Rotes Kreuz NÖ), LR Maurice Androsch, LH-Stv. Johanna Mikl-Leitner, LR Karl Wilfing, General Josef Schmoll (Präsident Rotes Kreuz NÖ) V. l.: Otto Kernstock (Vizepräsident Rotes Kreuz NÖ), LR Maurice Androsch, LH-Stv. Johanna Mikl-Leitner, LR Karl Wilfing, General Josef Schmoll (Präsident Rotes Kreuz NÖ). Foto: NLK Pfeiffer

Da die bestehenden Verträge für die bodengebundene Notarztversorgung Ende des Jahres auslaufen und diese gleichzeitig Veränderungen unterliegt, wurde die Notarztversorgung in NÖ neu ausgeschrieben. Den Zuschlag erhalten ab 1. Jänner 2017 das Rote Kreuz NÖ und der Arbeitersamariterbund NÖ. „Das Konzept vom Rotem Kreuz sieht vor, alle bestehenden Standorte über die Vertragslaufzeit weiter zu betreiben“, betonten die drei Regierungsmitglieder VP-Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner, SP-Landesrat Maurice Androsch und VP-Landesrat Karl Wilfing. 220 Notärzte versehen in niederösterreichischen Organisationen und Spitälern ihren Dienst. „Uns ist wichtig, dass wir diese Notarztversorgung flächendeckend in NÖ garantieren können“, meint Johanna Mikl-Leitner. Dafür werden in Zukunft nicht mehr wie bisher 13 Millionen Euro, sondern ab sofort 17,8 Millionen Euro jährlich in das Notarztwesen investiert. Somit werden auch weiterhin an 15 Spitälern und an 17 Rotkreuz-Standorten Notärzte zur Verfügung gestellt.

Stützpunkt Groß Gerungs gesichert

Diese Gewissheit über die flächendeckende Versorgung gibt es noch nicht lange. Denn rund um diese Neuordnung der Notarztversorgung kursierte im Frühjahr in der westlichen Region des Waldviertels die große Sorge, dass die fünf Stützpunkte der Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) auf zwei reduziert werden könnten, so auch jener in Groß Gerungs. Mit einer groß angelegten Petition und heftigstem Protest trat man dem entgegen. Und dieses Bangen sollte nicht unbegründet sein, wie Bürgermeister Maximilian Igelsböck Tips erzählte. Denn er wurde wenige Tage vor der Pressekonferenz nach St. Pölten geladen, wo ihm mitgeteilt wurde, dass der Gerungser Stützpunkt gestrichen wird. „Durch heftigste Interventionen meinerseits und durch andere Stellen bleibt er offensichtlich doch erhalten. Das ist grundsätzlich ein freudiger Entschluss. Über die konkreten Details folgen nun Gespräche“, lässt Igelsböck wissen.


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