Petition der Bürgermeister: „NEF muss bleiben“
GROSS GERUNGS. Mit einer geplanten Neuordnung der Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) sollen die fünf Stützpunkte im westlichen Waldviertel um drei reduziert werden. Alarmiert von der Ankündigung des Landes rief Bürgermeister Maximilian Igelsböck (VP) am 15. April 2016 zur Unterzeichnung einer Petition gegen die eventuelle Schließung des NEF-Stützpunktes in Groß Gerungs.

Gemeinsam mit den Bürgermeisterkollegen der umliegenden, ebenfalls betroffenen Gemeinden Altmelon, Arbesbach, Bad Großpertholz, Bärnkopf, Großschönau, Langschlag, Rappottenstein und Schönbach drückte der Groß Gerungser Bürgermeister Igelsböck seine Besorgnis und die Notwendigkeit des Stützpunktes in Groß Gerungs aus. Laut der Ausschreibung des Landes Niederösterreich, die bis Ende April läuft, sind vom zukünftigen Betreiber des Notarztdienstes mindestens zwei Stützpunkte zu errichten, von denen ausgehend 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von 20 Minuten erreichbar sein müssen. Wo der Betreiber die Stützpunkte errichten wird, ist nicht abzuschätzen. Es sei zu befürchten, dass Teile der Region westliches Waldviertel zu den zehn Prozent zählen werden, die nicht innerhalb der geforderten zwanzig Minuten zu erreichen sind, zeigen sich die neun Bürgermeister besorgt. Von Groß Gerungs aus ist das westliche Waldviertel aber gut abzudecken. „Daher muss der NEF in Groß Gerungs bleiben“, betont Igelsböck.
180 Einsätze im Jahr
Rund 15.000 Bürger betreut der NEF-Groß Gerungs aktuell. Jährlich werden etwa 180 Einsätze verzeichnet, obwohl der Stützpunkt nur nachts betrieben wird. Mehr als ein Drittel der Stunden wird von ehrenamtlichen Notfallsanitätern geleistet. „Der NEF-Groß Gerungs muss nicht nur weiterbestehen. Eine Erweiterung auf einen 24-Stunden-Stützpunkt ist erforderlich“, so Bürgermeister Igelsböck.Unter Beisein der Bevölkerung unterzeichneten die Bürgermeister die Petition, gerichtet an VP-Landeshauptmann Erwin Pröll, für den Erhalt des NEF-Stützpunktes in Groß Gerungs. Diese mögliche weitere Zentralisierungsmaßnahme und damit die Verschlechterung der gesundheitlichen Notversorgung würde eine katastrophale Auswirkung auf jegliche Entwicklung in der Region haben, so der gemeinsame Tenor.


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