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GROSSGÖTTFRITZ. Einmal im Jahr spielt wohl das größte „Orchester“ in der Region auf, und zwar beim Bezirksmusikfest, das heuer am 10. und 11. Juni in Großgöttfritz über die Bühne ging.

  1 / 68   Walter Heider, Bezirkskapellmeister der BAG Zwettl des NÖBV dirigiert hier das wohl größte "Orchester" der Region beim Bezirksmusikfest 2017.

Wenn 14 Musikkapellen, allesamt in bunter Tracht, aufmarschieren, dann ist das in jedem Fall ein imposantes Bild. Und neben dem Augenschmaus auch einer für die Ohren, denn aus den einzelnen Kapellen wurde schließlich ein riesiges Orchester. So gesehen und gehört in Großgöttfritz, wo das zweitägige Bezirksmusikfest anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Musikvereins „Heimatklänge Großgöttfritz“ abgehalten wurde. Der Obmann der gastgebenden Gemeindeblasmusik, Johann Wagner, freute sich über die zahlreich erschienen Ehrengäste und Zuseher.

„Das 30-jährige Bestandsjubiläum gibt Anlass zur Freude und Glückseligkeit“, meinte auch Bürgermeister Johann Hofbauer (VP) bei seiner Begrüßung und weiter: „Heute und morgen haben wir Kirtag in Großgöttfritz.“ Hofbauer bedankte sich bei allen Gründungsvätern und Musikern der ersten Stunde und bei jedem noch aktiven Musiker für seinen „unschätzbaren Beitrag zum Gemeinschaftsgefühl, die aktive Mitwirkung am öffentlichen Leben und den großen Zeitaufwand, den sie für das musikalische Hobby erbringen“.

Johann Kainz, Obmann der BAG Zwettl des NÖBV, sprach seinen Dank allen Funktionären und Gönnern der Blasmusik aus, die zur Aufrechterhaltung dieses Kulturgutes beitragen. Zudem bringe Musik Freude und viele Freundschaften. Und nicht nur das: „Musik ist eine Sprache, die die ganze Welt versteht“, fügt Landeskapellmeister Stellvertreter Gerhard Schnabl hinzu.

Auch der Bezirkshauptmann Michael Widermann zeigte sich ob des „faszinierenden Klangkörpers“ beeindruckt und bezeichnete sich als Fan des jährlichen Bezirksmusikfestes. „Die Blasmusik ist natürlich auch im Wandel, die traditionelle Blasmusik aber ist Teil unserer Identität“, so Widermann der den Musikern zwei tolle Festtage wünschte, die in Erinnerung bleiben und dass sie bei der anschließenden Marschmusikbewertung ihr Bestes abrufen können.

Landtagsabgeordnete Franz Mold (VP) betonte besonders die große Anzahl der jungen Menschen, die bei den Kapellen dabei sind, nicht zuletzt sind diese von unschätzbarem Wert für jede Gemeinde, „um diverse Feste musikalisch zu umrahmen“.

Marschmusikbewertung

14 Kapellen nahmen insgesamt an der Wertung teil, fünf davon traten in der höchsten Stufe E an und zeigten beeindruckende Choreografien, vom „Line Dance“ bis zur „Schnecke“. Fünf Gruppen wurden in der Kategorie D bewertet, drei in der Gruppe C und eine in der Gruppe B. Hier geht's zu den detaillierten Ergebnissen.

Die erfolgreiche Teilnahme an der Wertung feierten die Musiker dann bei der anschließenden Unterhaltung mit dem Musikverein St. Georgen und der Band „GraDo Mander“ am Abend.

Die Feldmesse am Sonntag, mit anschließendem Frühschoppen, umrahmt durch den Musikverein Großhaselbach, machte das zweitägige Fest komplett.

Und man darf sich übrigens schon auf das Bezirksmusikfest 2018 freuen, das am 8. September in Langschlag über die Bühne gehen wird.


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