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GRÜNBACH. Anlässlich des Jahres der Vielfalt lud „Gemeinsam in Grünbach“ zu einem Abend in den Gemeindesaal, der am Ende für die mehr als 80 Besucher fast zu klein wurde. Die Besucher sahen den Film „Dreiviertelmond“ und erfuhren von der gefährlichen Flucht der Eheleute Jafari, Asylwerber in der Neumühle. 

Bürgermeister Stefan Weißenböck (l.) mit den Eheleuten Jafari sowie Clara Steinmaßl und Ursula Wagner.

Der unterhaltsame Film „Dreiviertelmond“ zeigt die Geschichte eines kleines Türkenmädchens, das einen grantigen Taxler dazu bringt, die Welt und das Leben mit anderen Augen zu sehen. Im Mittelpunkt des Abends standen aber Asylwerber von der Neumühle.

Bewegend war die Schilderung der Eheleute Jafari von ihrer Flucht aus Afghanistan nach Österreich – tausende Kilometer mit drei Kindern, das jüngste gerade ein Jahr alt, mit Bussen, Booten und gegen Ende über weite Strecken zu Fuß durch den Balkan. In der Türkei waren sie sogar acht lange Tage von ihren Kindern getrennt, bevor sie sie wieder voller Freude in ihre Arme schließen konnten. Ihr sehr gutes Deutsch belegte eindringlich, wie sehr sie sich selber um ihre Integration bemühen, wie sehr sie hier eine neue Heimat finden möchten.

Staatliche Deutschprüfung bestanden

In der Zwischenzeit haben bereits alle Erwachsenen von der Neumühle die staatliche A1-Prüfung in Deutsch erfolgreich bestanden, eine großartige Leistung vor allem jener Frauen, die in ihrer früheren Heimat nicht einmal eine Grundschule besuchen konnten. Nachdem die Asylwerber einen Teil des Deutsch-Unterrichtes sowie die Prüfungstaxe selber bezahlen müssen, wurde ihnen durch eine großzügige Spende finanziell unter die Arme gegriffen.

Zum Abschluss servierten die Flüchtlingsfrauen ein afghanisches Buffet und an den Stehtischen wurde bis gegen Mitternacht geplaudert und gelacht.


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