Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

HAAG. Mit einer besonderen Aktion möchte Landwirt Adolf Höftberger auf das Müllproblem neben den Straßen aufmerksam machen.

Müll neben den Straßen ist für viele Bauern ein Problem. Foto: Privat
Müll neben den Straßen ist für viele Bauern ein Problem. Foto: Privat

Der über 80-Jährige wohnt in einem Bauernhof neben der Autobahn. Dort werden besonders viele Dosen, Flaschen und anderer Müll von Autofahrern aus den Seitenfenstern geworfen. Auch Papiersackerl von Fast-Food-Ketten findet er neben der Straße. Vor allem im Frühling, wenn der Schnee schmilzt, werden die Verschmutzungen des Winters erst sichtbar.

Kreative Lösung

„Seit Weihnachten habe ich schon zwei große Eimer gesammelt“, erzählt der Alt-Bauer. Kürzlich beschloss er, etwas zu unternehmen. Der Landwirt band an einem Güterweg auf seinem Grundstück den Müll an Fäden und hängte ihn an die Schneestangen und Bäume neben der Straße. Die Aktion zeige laut ihm Wirkung. „In den letzten zehn Tagen habe ich an dieser Straße keinen Müll mehr gefunden“, freut sich Höftberger. „Es sind ja nicht alle Autofahrer, sondern nur ein paar. Doch die sollen wissen, was sie tun, wenn sie Müll aus den Fenstern werfen“, führt er weiter aus. Abfall ist für Landwirte nicht nur mit Arbeitsaufwand bei der Entsorgung verbunden. Gelangen Müllteile in Mähgeräte, können sie diese beschädigen oder die Tiere verletzen oder schlimmstenfalls töten. Deswegen geht Höftberger alle paar Tage über seine Felder, um den Müll zu beseitigen, der aus den vorbeifahrenden Autos geworfen wird. Als „Wutbauer“ will der über 80-Jährige nicht gelten, „wir müssen alle zusammenhelfen, um unsere Felder und die Natur zu erhalten“, appelliert Höftberger an seine Mitbürger. Er setzt sich bereits seit 40 Jahren für eine ausgewogene Bepflanzung und die Erhaltung seines Grundstücks ein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden