Flugabenteuer: Zehn Länder in zehn Flugstunden
STADT HAAG. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen unternahmen die beiden Abenteuerpiloten Wolfgang und Ewald Grabner einen Rundflug über zehn Länder Europas.

STADT HAAG. Die beiden Abenteuerpiloten Wolfgang und Ewald Grabner – Vater und Sohn – aus Haag haben schon zahlreiche außergewöhnliche Flugreisen mit ihrem Sportflugzeug unternommen. Über viele berichten die beiden in dem Buch „Flugabenteuer – zwischen Wüsten und arktischem Ozean“. Die beiden Piloten waren schon in 45 Staaten und waren auf 241 Flugplätzen gelandet und hatten den Weltrekord der erstmaligen Umrundung des Mittelmeers mit einem Sportflugzeug aufgestellt.
Nun war es an der Zeit, ein neues Abenteuer anzugehen. Daher entstand die Idee, innerhalb kürzester Zeit, in neun unterschiedliche Staaten zu fliegen. Dabei ging es nicht um Sightseeing sondern darum, die Strecke in der kürzest möglichen Zeit zurückzulegen.
Erstes Ziel: Triest
Am 21. August starteten die beiden in den frühen Morgenstunden in Seitenstetten. Ihr erstes Ziel war Italien und der Flughafen Triest. Zum Erstaunen der beiden Abenteuerpiloten und im Gegensatz zu sonst waren dort kaum Flugzeuge zu sehen, sodass die beiden schon dachten, dass Airlines streiken. Nach den Flughafenformalitäten starteten die Grabners Richtung Slowenien. Besonders beindruckend waren die markanten Salzseen, die beim Anflug von Portoroz zu sehen waren.
Langwierige Formalitäten
Das nächste Land war Kroatien. Am Flughafen in Osijek waren die Grabners als einzige mit einem Flugzeug am Platz. Dafür nahmen sich die zahlreichen anwesenden Beamten viel Zeit mit ausführlichen Formalitäten bis die Grabners Richtung Serbien aufbrechen konnten. Nördlich von Osijek mündet die Save in die Donau. Die Donau bildet die Grenze zwischen Kroatien und Serbien. Wegen der Jahrhundert-Trockenheit war die Donau stark eingeengt, sodass man die trockenen Ufer bis weit in die Hauptrinne sehen konnte. Ohne Landung ging es ins nächste Land: Rumänien, wo die Grabers am riesigen Flughafen Arad landeten, wo außer ihrem kein weiteres Flugzeug zu sehen war. Spannend war der Anflug zum nächsten Ziel – Budapest, denn in der Luft standen einige Gewitter. Auch über dem Flugplatz in Budapest. Doch als es Zeit war zu landen, waren die Gewitter abgezogen. Der Anflug bei voller Pistenbeleuchtung war dann für beide ein interessantes Erlebnis.
Den ersten Tag ließen Wolfgang und Ewald Grabner mit ungarischer Gulaschsuppe und Zanderfilet ausklingen.
Am Tag darauf war das erste Ziel die Slowakei, wo sie das Atomkraftwerk Mochovce mit den acht imposanten Kühltürmen und die riesige Landrover- und Jaguar- Autofabrik in Nitra von oben sahen. Die Grabners landeten in Pieštany. Das direkt am Flugplatz angrenzende Militärflugzeug-Museum beinhaltet verschiedenste tschechische und russische Militärjets, Kleintransportmaschinen und Hubschrauber.Weiter ging es nach Tschechien. Die Morava bildet die Grenze zwischen Slowakei und Tschechien. Die Landung erfolgte in Brünn auf einem Militärflugplatz. Beim Weiterflug nach Deutschland sahen die Grabners die Atomkraftwerke Dukuvany und Temelin.
Österreich überflogen
Im Bereich Moldau-Stausee überflogen die beiden ein Stück Österreichs und das Schigebiet Hochficht. Von Vilshofen erfolgte der letzte Abschnitt der Reise: der Heimflug nach Seitenstetten. Wolfgang Grabners Resümee: „Das lange Warten auf gutes Wetter und freie Termine hat sich ausgezahlt. Wir haben die neun Staaten mit allen Landungen, Aufenthalten und einer Übernachtung in 31 Stunden absolviert. Ein sehr außergewöhnlicher Flug war damit wieder zu Ende, wir haben wieder viele neue Erkenntnisse gewonnen.“


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