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Der SC Hadersdorf mauserte sich unter Trainer Ewald Gröss zu einer fixen Größe in der 1. Klasse Nordwest-Mitte.

  1 / 2   Trainer Ewald Gröss geht in seine vierte (und letzte) Saison als Trainer des SC Hadersdorf Foto: www.ewald4rauscher.at

Rang 3 (nach Pendeln zwischen 1 und 9) war auch für Trainer Ewald Gröss überraschend, umso mehr als er im Winter vier Spieler verloren und keinen ersetzt bekommen hat. Ans tolle Finish im Frühjahr wollen der Trainer und seine Mannschaft natürlich im Herbst anschließen. Also Angriff auf den Meistertitel? „Mir geht es nie um Punkte, ein bestimmter Tabellenrang hat mich nie interessiert“, wiegelt Gröss ab, „mir geht es um die Weiterentwicklung der Spieler, die Spaß haben und geilen Fußball zeigen sollen.“ Im gleichen Atemzug gesteht der ehemalige Profi (Admira-Wacker, Austria Salzburg, Wacker Innsbruck, VSE St. Pölten): „Aber ich bin ein schlechter Verlierer, ich will alles gewinnen.“ Gas geben, kicken und gewinnen! Das Trainer-Motto soll der Mannschaft keinen Druck aufbauen: „Wir wollen gewinnen, aber müssen tun wir gar nichts.“ Die Klubspitze sieht das genauso.

Also keine Titelansage. Wer aber wird dann Meister? „Keine Ahnung. Es ist jedes Jahr das Gleiche: eine verdammt enge Sache.“ Aber Gröss, um eine starke Ansage selten verlegen, lässt eine solche auch gleich folgen: „Der kommende Meister muss uns erst einmal schlagen!“

Auf dem Papier hat sich der SC Hadersdorf mit Thomas Slawik (Favoritner AC) und Robert Blaha (Oberwaltersdorf) – bei Abgängen nur aus dem Backup-Bereich – verstärkt, Gröss relativiert jedoch: „Slawik ist Cotrainer und U19-Trainer beim Regionalliga-klub Stadlau, wird uns daher nur in Ausnahmefällen als Joker zur Verfügung stehen. Blaha ist ein Linksfuß, den wir brauchen.“ Trainer-Sohn Daniel, letzte Saison mit 26 Treffern überlegener Torschützenkönig der Liga, bleibt ebenso wie dessen Bruder Dominik. Beide spielten schon in höheren Ligen, wollten schon aufhören, folgten dem Ruf ihres Vaters und fühlen sich sehr wohl in Hadersdorf. Dennoch müssten bei den Hadersdorfer Funktionären die Alarmglocken schrillen, nachdem Ewald Gröss angekündigt hatte, dass diese vierte seine letzte Trainersaison in Hadersdorf, von wo aus er einst die österreichische Fußballwelt erobert hatte, sein wird. Aber der 57-jährige Mödlinger mit Haus in seinem Heimatort Straß beruhigt: „Wir basteln schon an der Zukunft. Eine Möglichkeit wäre: Dominik wird Spielertrainer und ich helfe ihm als Cotrainer.“ Aber das ist noch Zukunftsmusik, jetzt heißt es einmal: Gas geben, kicken und gewinnen!


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