Schüleraustausch mit Budweis: Sprache und Bräuche kennenlernen
HAGENBERG. Karpfen in der Badewanne vor Weihnachten oder sanftes Schlagen mit einer Weidenrute zu Ostern – beim Schüleraustausch mit der Partnerschule in Budweis lernen Schüler des BORG Hagenberg nicht nur die tschechische Sprache, sondern auch die Bräuche kennen.

Das BORG Hagenberg ist eine der wenigen Schulen, in der Tschechisch neben Italienisch und Spanisch als dritte Fremdsprache gelehrt wird. Seit elf Jahren besteht mit dem Ceske-Anglicke-Gymnasium in Budweis eine Partnerschaft. Jährlich fahren die Schüler nach Budweis und die tschechischen Schüler kommen nach Hagenberg. Miteinander kommunizieren, Übersetzen und gemeinsamer Unterricht stehen auf dem Programm. Dabei werden auch die jeweiligen Traditionen vorgestellt und interessante Sehenswürdigkeiten und Orte in der jeweiligen Region besucht.
Dialekt und Traditionen
„Der Dialekt ist eine große Herausforderung“, sind sich die tschechischen Austauschschüler einig. „Und die Schulgebäude in Hagenberg sind viel moderner.“ So manche tschechischen Traditionen waren für die Hagenberger Schüler anfangs ungewöhnlich. „Ein paar Tage vor Weihnachten werden auf dem Markt Karpfen gekauft. Diese schwimmen dann bis zum Festtag in der Badewanne“, erzählt Konstantin Weißenböck. Oder: „Zu Ostern schlagen die Burschen die Mädchen sanft mit einer Weidenrute. Das soll Glück bringen“, erklärt Tschechisch-Lehrerin Dagmar Sotolova.
Viel Sprachtraining
Die Tschechisch-Gruppe der achten Klasse besteht aus sechs Schülern, einer davon wird in dem Fach maturieren. „Da wir eine sehr kleine Gruppe sind, kommt man im Unterricht viel zum Sprechen und lernt dabei sehr viel“, sagt Mona Hopfinger. „Es ist vor allem sehr spannend, weil nicht viele Tschechisch lernen. Italienisch oder Spanisch wird an vielen Schulen angeboten“, erklärt Marlene Fürst.


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