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HAIBACH/ALBERNDORF. Mehrere Wochen hing das Leben des nigerianischen Asylwerbers Emanuel Dominic an einem seidenen Faden. Dass er am Ende das Krankenhaus verlassen konnte, verdankte er der Hilfsbereitschaft von Martin Raml.  

Martin Raml und Emanuel Dominic. Foto: J. Reingruber
Martin Raml und Emanuel Dominic. Foto: J. Reingruber

Was war geschehen: An einem Herbsttag bekam der 27-jährige Dominic die freudige Mitteilung, dass seine in der Heimat Nigeria zurückgebliebene 22-jährige Frau einen Sohn gebar. Er sollte aus diesem Grund mit dem Fahrrad zum Postpartner nach Alberndorf. Vielleicht war es die Freude über dieses Ereignis, vielleicht auch die Unaufmerksamkeit oder schlechte Bremsen – er raste Richtung Klammmühle, verlor die Herrschaft über sein Fahrrad und konnte die Spur nicht mehr halten. Er katapultierte sich mit dem Fahrrad über eine fünf Meter hohe Böschung gegen einen Baumstumpf und mehrere Sträucher. Mit doppelten Lungenriss und schweren Wirbelverletzungen konnte er sich nicht mehr bewegen, stand schwer unter Schock.

Rettungskette rettete Leben

Als Martin Raml mit seinem großen Schlepper langsam vorbeifuhr, bemerkte er von der Kabine aus, dass ein Mensch im Gebüsch lag. Raml: „Er zitterte am ganzen Körper und war schweißgebadet. Sofort habe ich die notwendige Rettungskette in Gang gesetzt und der Notarzt wurde verständigt. Schließlich wurde er durch mehrere Personen geborgen und mit dem Hubschrauber in das Klinikum gebracht.“ Nach mehreren Wochen Aufenthalt im Spital kehrte Dominic nun, noch gezeichnet vom Sturz, in sein Quartier nach Weikersdorf zurück. Er traf sich kürzlich mit seinem Lebensretter Martin an der Unfallstelle und bedankte sich bei Raml immer wieder mit den Worten „Danke – Du bist mein Gott“.


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