Leserbrief: "Wer hilft nun auf den Feldern?"
HAIBACH. Der Salat, die Erdbeeren, die Kirschen und jetzt besonders der Salat kommen mit dem Frühling und die Felder und Bäume wollen abgeerntet werden. Die Grenzen sind zu, tausende landwirtschaftliche Hilfskräfte fehlen jetzt Österreich. Das bringt die Lebensmittelversorgung in Gefahr. Die Standesvertretung sucht jetzt tausende Erntehelfer. Die bange Frage: Kommen diese nun oder kommen diese nicht wegen der aktuellen Situation zu uns?

Es wurde seitens des Gemüsebauverbandes schon das Szenario durchgespielt dass das Gemüse jetzt verfaulen könnte und eingeackert werden muss. Für mich tut sich schon die Frage auf, wenn ein Land plötzlich so danieder liegt wie jetzt in der Krise, ob es nicht doch im Land selbst eine Lösung gibt. Ein Prozent aus 600.000 Bürgerinnen und Bürgern die plötzlich in die Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit geschlittert sind zu finden, müsste doch aufzubringen sein um die in dieser Not einzuspringen.
Wenn wir mit dieser Krise schon den vermehrten Anspruch auf mehr Saisonalität, Regionalität und regionalen Lebensmitteln stellen dann kann es doch nicht sein, dass sich nicht mehr aus dem angeblich so „großen Team Österreich“ findet, vorübergehend in dieser Branche mitzuhelfen.
Sozialpartner und AMS müssen rasch an einem Strang ziehen das dieses oben genannte Szenario nicht eintritt. Es muss ja nicht gratis gearbeitet werden und auch das Arbeiten im Freien kann doch mal eine Abwechslung sein.
Josef Reingruber aus Haibach im Mühlkreis


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