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HAIBACH. Zwischen Kobling in der Gemeinde Haibach und Obermühl im Bezirk Rohrbach besteht seit 135 Jahren eine Fährverbindung. Die Familie von Helmut Holl betreut die inzwischen zur Autofähre ausgewachsene Strecke. 

Auch Oldtimer überqueren mit der Motorfähre die Donau. Foto: Holl
Auch Oldtimer überqueren mit der Motorfähre die Donau. Foto: Holl

Bei der Verbindung handelt es sich um die einzige Motorfähre in den Bezirken Eferding und Rohrbach. Zwischen 8 Uhr und 18 Uhr können Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger mithilfe der Fähre die Donau überqueren. Seit 1885 besteht diese Verbindung zwischen Kobling und Obermühl. Bis zum Bau des Kraftwerks Aschach hing die Holzfähre an einem Seil und wurde über die Donau gezogen. „Da war das Wasser auch noch stürmischer“, erinnert sich Holl. „Wie auf einem Stausee“, beschreibt er die Donau an dieser Stelle. Im Moment gelten auch an Bord die Sicherheitsvorkehrungen aufgrund des Corona-Virus. Mit Schutzmasken und Sicherheitsabstand kann die Fahrt über die Donau bewältigt werden. Wie viele Gäste er im Jahr transportiert, kann Helmut Holl nur schätzen, pausenlos überquert die Fähre die Donau. Sogar Traktoren und Lastwagen bis zu 8,5 Tonnen können mithilfe der Fähre ans andere Ufer gelangen. Manche der Fahrzeuge mussten Holl und seine Mitarbeiter selbst auf die Fähre lenken, weil sich die Lenker nicht zutrauten, über den Steg auf das Boot zu gelangen. „Daran solls nicht scheitern“, lacht Holl.

Verstärkung gesucht

45 Jahre lang hat Holls Vater die Donaufähre betreut, mittlerweile fährt er selbst schon seit zehn Jahren über den Fluss. Um Fährmann zu werden, benötigt man ein Schiffsführerpatent für bis zu 20 Meter lange Boote, spezielle Schulungen zu Hochwasser- und anderen Situationen sind dabei inkludiert. Holl und seine zwei Mitarbeiter suchen nach Verstärkung. Personen, die sich vorstellen können, aushilfsweise auf der Fähre mitzufahren und ein Schiffsführerpatent vorweisen können, bittet er, sich unter 0664-73493393 zu melden. Mit 15. Mai öffnet auch die Jausenstation Donauterrasse am Limes wieder für Besucher.


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