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HARGELSBERG. Zufälle machen oft vieles leichter - so zum Beispiel die Suche nach einer Klarinettistin für die Musikwerkstatt Hargelsberg. Der Kapellmeister Heinrich Heimel, dessen Stärke es ist, Menschen zusammenzuführen, um gemeinsam Musik zu machen, scheint die Musiker nur so anzuziehen.

Rebecca Bosch - in Südafrika geboren und in Enns wohnhaft - kam durch Heimels Tocher zur Musikwerkstatt Hargelsberg. „Ein reiner Zufall“, wie sie sagt. Bereits seit Jänner 2018 nimmt sie regelmäßig an den Proben Teil, zumindest noch bis Juli, dann steht eine Babypause am Programm. Beim Konzert am Samstag, 9. Juni um 20 Uhr im Krugstadl in Hargelsberg wird sie allerdings noch dabei sein.

Musik verbindet

Bosch hat den Master bereits ein der Tasche - ein Profi auf ihrem Instrument also, was Kapellmeister Heimel ganz besonders freut. „Ich finde es immer wieder großartig“, so der gelernte Pädagoge, „dass wir immer wieder professionelle Musiker dazu begeistern können, gemeinsam mit Laien an einem Programm zu arbeiten. Das ist nicht selbstverständlich.“ Die Musiker scheinen Heinrich Heimels Motto bereits verinnerlicht zu haben: „Bei mir steht immer der Mensch im Vordergrund, erst dann kommt die Musik. Erst wenn man ein gutes Umfeld geschaffen hat, kann sich die Motivation der Musiker entfalten. Und motiviert sind sie alle.“

Integration

Darüber hinaus ist die Musikwerkstatt für Rebecca Bosch eine gute Möglichkeit, Deutsch zu lernen und Anschluss zu finden. „Die Musikwerkstatt ist eine tolle Plattform für Integration“, so die Südafrikanerin im Gespräch mit Tips. „Ich habe mich von Anfang an total wohl gefühlt. Außerdem ist Henirich ein wahrer Meister der Motivation und unendlich geduldig. Es macht wirklich großen Spaß mit ihm und den anderen Musikern zu arbeiten.“


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