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HASLACH. Nicht nur in ihrem Beruf als Pädagogin, auch privat beschäftigt sich Ludmilla Leitner mit der Aufarbeitung der NS-Zeit und dem Erstarken der rechten Szene. Ihr Fazit: „Wir müssen hellhörig bleiben.“

Laut Polizeistatistik hat die Zahl rechtsextremer Straftaten zugenommen. (c) Wodicka
Laut Polizeistatistik hat die Zahl rechtsextremer Straftaten zugenommen. (c) Wodicka

Auto-Wunschkennzeichen, die beispielsweise mit der Nummer „88“ enden, sollen aufmerksam machen. Ein Grund: Die Zahl „88“ ist in der Nazi-Szene der Code für „Heil Hitler“ und übergeht das in Österreich verankerte Verbotsgesetz, das die NSDAP verbietet, die Verherrlichung des Nationalsozialismus, den Aufbau ähnlicher Organisationen und auch Wiederbetätigung unter Strafe stellt.

Beifall Gleichgesinnter erheischen

Mit diesem Zeichen und anderen Symbolen arbeiten rechtsextreme Personen immer wieder, um ihre Gesinnung in der Öffentlichkeit zu zeigen und im Beifall Gleichgesinnter zu baden. „Hier ist es wichtig, hellhörig zu sein“, sagt Ludmilla Leitner, die sich nicht nur beruflich als Pädagogin, sondern auch privat, mit der rechten Szene und der Aufarbeitung der NS-Zeit beschäftigt.

Folgeveranstaltungen

Um auch die Hintergründe zu verstehen, vergleicht sie auch den öffentlichen Umgang der Aufarbeitung dieser Jahre mit Deutschland. Auch zu konkret aktuellen Vorfälle will sie in ihrem Vortrag Stellung beziehen. Seit Ende Oktober in Haslach der Euthanasie-Gedenkstein enthüllt wurde, finden jährlich ähnliche Veranstaltungen statt, denn: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, lautet ein Zitat von Berthold Brecht, das am Vortrags-Plakat zu lesen ist.


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