Hayböck freut sich auf "Heimspringen" beim Sommer GP in Hinzenbach
HINZENBACH/KIRCHBERG-THENING. Für die besten Skispringer steht am kommenden Wochenende eine willkommene Standortbestimmung beim FIS Sommer GP in Hinzenbach vor der Tür.

Seit den 1930er Jahren wird im Eferdinger Becken bereits Ski gesprungen. Seit 2011 tragen die Herren ihre Bewerbe des FIS Sommer Grand Prix aus. Auch die Damen haben seit 2012 ihren Fixtermin im Weltcup-Kalender, kommende Saison findet der Bewerb am 8. und 9. Februar in Hinzenbach statt.
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Bernhard Zauner, Chef des Organisationskomitees UVB Hinzenbach gab Auskunft, dass sich die Schanze seit voriger Woche voll im Aufbau befindet und einem Springen am Wochenende nichts im Wege steht: „Das Team mit rund 400 freiwilligen Helfern ist voll motiviert. Wir freuen uns natürlich, dass wir zum neunten Mal den Sommer GP in Folge durchführen dürfen und werden uns bemühen, wieder einen tollen Event auf die Beine zu stellen.“
Sport-Landesrat Markus Achleitner freut sich auf den spätsommerlichen Pflichttermin und spricht von einem Höhepunkt im oberösterreichischen Sportjahr. „Beim Sommer Grand Prix in Hinzenbach bietet sich wieder die Gelegenheit, die Skisprung-Stars im Sportland OÖ ganz nah zu erleben“, so Achleitner.
Standortbestimmung für heimische Adler
Der Nordische Sportdirektor des ÖSV, Mario Stecher, möchte die Erwartungshaltung nicht zu hochhalten. Dennoch tritt das österreichische Team erstmals in diesem Sommer in voller Stärke von zwölf Athleten an. „Das ist die vorletzte Standortbestimmung für uns vor dem Winter. Langsam aber sicher geht es mannschaftsintern um die Startplätze für den Winter“, hofft Stecher auf gute Ergebnisse.
„Wir haben gute Trainingskurse in Lillehammer und Oberhof hinter uns, die Kurve geht nach oben“. Mit besonders guten Erinnerungen kommt mit Daniel Huber der Vorjahressieger nach Hinzenbach. „Das ist immer ein sehr familiäres Event und top organisiert. Kobayashi ist derzeit auch im Sommer das Maß der Dinge, aber wir brauchen uns nicht zu verstecken. Ich fühle mich in der Jägerrolle wohl und hoffe, wieder um die vorderen Plätze mitspringen zu können“, so der Salzbuger.
Michael Hayböck freut sich auf Heimspringen
Lokalmatador Michael Hayböck aus Kirchberg-Thening hatte zuletzt Probleme mit dem Rücken, ist aber im Training schon wieder voll durchgestartet. „Mir ist es beim Krafttraining eingeschossen, aktuell bin ich aber topfit und kann super trainieren“, freut sich der UVB Hinzenbach Athlet auf seinen „einzigen richtigen Heimweltcup“. Obwohl er dadurch verspätet mit dem Schanzentraining beginnen konnte, sieht er das gesamte Team sehr nah zusammen auf einem guten Niveau. Er springt heuer etwas kürzere Ski, um vor allem bei Wind ein stabileres Flugsystem zu haben. „Ich habe noch nicht alles so beisammen wie ich will, bin aber guter Dinge“, so der Lokalmatador.
Finale der 21. Kinder4Schanzentournee
Doch nicht nur die „Großen“ stürzen sich an diesem Wochenende in die Tiefe, auch die Weltcuphoffnungen von morgen gehen am Samstag in Hinzenbach vom Bakken. Wie bereits im Vorjahr geht auch heuer das Finale der diesjährigen Internationalen Kindervierschanzentournee im Rahmen des Sommer GP in der Energie AG Arena in Hinzenbach über die Bühne.
Mit Stopps in Berchtesgaden, Reit im Winkl, Bischofshofen und Hinzenbach gibt es wie bei der „echten“ Vier-Schanzen-Tournee vier Stationen, nach denen am Schluss der Veranstaltungsserie der Gesamtsieger gekürt wird. Die Tournee ist eine Idee der beiden ehemaligen Schispringer Bernhard Zauner (UVB Hinzenbach) und Ferdl Wallner (SC Bischofshofen) für Kinder zwischen 7 und 11 Jahren.
„Ich bin sehr froh, dass wir die Anlage haben und so viele hier die Möglichkeit haben zu trainieren, das ist super und auch extrem wichtig für den Nachwuchs. Das zeigt nicht zuletzt einmal mehr das Finale der Kindervierschanzentournee, das wir austragen dürfen. Für die Kinder ist es etwas ganz Besonderes am selben Tag wie ihre großen Vorbilder zu springen und ihr Stars hautnah zu erleben“, fiebert auch der Präsident des Landesskiverbandes OÖ, Fritz Niederndorfer, dem Event entgegen.


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