Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Moderne Vogelscheuchen sollen Störche vom Flughafen vertreiben

Silke Kreilmayr, 13.08.2015 15:03

Hörsching. Ungewöhnlich viele Störche haben seit Mitte Juni am Flughafen Hörsching eine dauerhafte Heimat gefunden. Kommt es zu Zusammenstößen zwischen Vögeln und Flugzeugen, kann dies verheerende Folgen haben. 

Die Störche fühlen sich auf der Landebahn pudelwohl. Foto: blue danube airport
  1 / 2   Die Störche fühlen sich auf der Landebahn pudelwohl. Foto: blue danube airport

Mehr als 20 Störche haben sich am Flughafenareal niedergelassen. Das nahegelegene Versickerungsbecken bietet eine ideale Brutstätte, die Felder und Wiesen Ernährung und Deckung und die Landebahn strahlt Wärme aus, Gefahr ist über weite Strecken sichtbar. Doch herrscht Flugverkehr, müssen die Tiere weg.

Verschreckungsmaßnahmen

Über Jahrzehnte hat dies mit gängigen Verschreckungsmaßnahmen funktioniert. „In der Regel verwenden wir Schreckschusspistolen oder ich sende aus dem Auto Lichtsignale“, erklärt Betriebsleiter Markus Kugler. Für die Vorgehensweise gibt es eine gesetzliche Richtlinie, die vom Verkehrsministerium vorgeschrieben wird. Nur heuer zeigen sich die Tiere weitgehend unbeeindruckt. „Daher haben wir bei der Bezirkshauptmannschaft angefragt, welche Maßnahmen darüber hinaus denkbar wären“, bestätigt Flughafen-Sprecher Ingo Hagedorn.

In der Folge wurden nun moderne Vogelscheuchen angeschafft (die sich selbstständig drehen, bunt sind und Signale aussenden). Der am besten geeignete Standort für diese wird noch geprüft. Seit Freitag sind spezielle LED-Lampen im Einsatz, die ein flackerndes Licht aussenden. Auch von der Möglichkeit einer Beschallung mit Tierlauten ist die Rede. „Bisher wissen wir aber noch nicht einmal, ob der Storch überhaupt natürliche Feinde hat“, so Hagedorn. Es läuft jedenfalls reger Austausch mit Experten von anderen Flughäfen, um die wirkungsvollste Vorgehensweise zu eruieren. Damit nichts passiert, müssen derzeit permanent Maßnahmen der Verschreckung gesetzt werden. „Eines ist aber klar. Ein Zwangsabschuss einzelner Tiere ist die allerletzte Variante. Hierfür wäre eine Sondergenehmigung notwendig“, so Hagedorn.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden