HOFKIRCHEN. Zu einer Lesung mit Omar Khir Alanam lud die Hofkirchner Bücherei am vergangenen Freitag ein. Der Grazer Autor las aus seinem Buch „Danke! Wie Österreich meine Heimat wurde“. Gespannt hörte das zahlreich erschienene Publikum den Erzählungen des Autors über Syrien und Österreich zu.

Es ist mucksmäuschenstill, als der Autor in seinem Gedicht „Risiko“ schildert, was alles riskant sein kann im Leben eines Menschen. Etwa wenn er auf eine friedliche Demonstration in einem diktatorisch regierten Land geht und damit rechnen muss, dafür eingesperrt und ermordet zu werden. Oder welche Risiken mit der Flucht verbunden sind, zu der man sich gezwungen sieht, weil man nicht bereit ist, in der Heimat auf andere zu schießen oder sich selber erschießen zu lassen.
Sabine und Adnan
Gespannt lauscht das Publikum auch den Erzählungen der Grazer Krankenschwester Sabine und dem kranken Adnan. Adnan leidet an epileptischen Anfällen, doch die ungarische Polizei nimmt ihm die Medikamente weg. So bleibt bei seinem nächsten Anfall am Grazer Bahnhof nur die Einlieferung ins Krankenhaus. Dort lernen sich die beiden kennen. Sabine interessiert sich für Adnan und sein Leben und hilft ihm, wieder auf die Beine zu kommen. Adnan lernt das wichtigste deutsche Wort: Danke. Und Sabine lernt das arabische Gegenstück: Schukran.
Zeit für Fragen
Diese und noch eine Reihe anderer guter Begegnungen schildert Khir Alanam in seinem Buch. Ausschnitte davon trug er bei der Lesung in Hofkirchen vor. Daneben blieb aber auch Zeit für Fragen des Publikums sowie für einen gemütlichen Ausklang bei Brötchen und Getränken.


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