BEZIRK HORN. Oft wurden Kleindenkmäler, Bildstöcke – auch Marterl genannt – zu Treffpunkten und Symbolen für die Bevölkerung. Um manche ranken sich Mythen und Sagen. Sie erinnern, machen betroffen und sind ein Teil unserer Geschichte.
Jedes Kleindenkmal ist einmalig. Jedes hat eine eigene Geschichte, warum es gerade an diesem Ort aufgestellt wurde. Es spiegelt die Geschichte, die Entwicklung und Ereignisse in der Region und Gemeinde, aber auch persönliche Schicksale wider.
Mediale Datenbank Diese Bauwerke und ihre Geschichte vor dem Verfall und dem Vergessen zu bewahren und diese Tradition wieder mit Leben zu erfüllen, um damit Identitäts- und Heimatbewusstsein zu fördern, ist das Kernziel des Projekts „Kultur in der Flur“. Schon das Vorgängerprojekt „Zeichen unserer Kulturlandschaft“ fand großen Anklang. Unter
www.kleindenkmal.at wurden dabei die Klein- und Flurdenkmäler der einzelnen Gemeinden erfasst, um sie in einer speziell entwickelten Klein- und Flurdenkmaldatenbank in einheitlicher Form einzugeben. Mit dem neuen, niederösterreichweiten Projekt „Kultur in der Flur“ unter
www.marterl.at soll es gelingen, alle Kleindenkmäler in Niederösterreich zu erheben. Darüber hinaus werden sie detailliert beschrieben und mit Bildern, Filmmaterial und Audiotexten im Internet präsentiert. So sollen die Informationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die „MarterlApp“ steht kostenfrei für Android und IOS im AppStore und auf der Homepage zur Verfügung. Die einfache Bedienbarkeit der Plattform und die Einladung zur gemeinsamen Erhebungsarbeit bieten einen spielerischen Einstieg in das Thema. Der daraus resultierende Austausch zwischen Experten und Laien, zwischen Jung und Alt wirkt somit generationenübergreifend und macht das Gemeinschaftserlebnis spürbar.
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