Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK. Gerade jetzt spüren berufstätige Frauen- allen voran die Alleinerziehenden- die Gratwanderung zwischen Job und Familie respektive Kindern besonders stark. Durch die noch weiter eingeschränkte Betreuungszeit der Institutionen (Kindergarten und Schule) bietet die Ferienzeit etliche Herausforderungen um diesen Aufgaben gerecht zu werden.

Symbolfoto: Wodicka
Symbolfoto: Wodicka

Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung und -bildung ist ein essentieller Beitrag zur Lebensqualität der Familien. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist leicht, wenn man die Entscheidungsfreiheit hat, sich das Leben nach Wunsch zu gestalten. Die Realität zeichnet momentan aber ein anderes Bild. Frauen müssen oft Entbehrungenin der Arbeitswelt und der Pension hinnehmen, um ihre Kinder gut umsorgt zu wissen.Deswegen ist die Kinderbetreuungsinfrastruktur ein zentrales Feld für frauen- und arbeitsmarktpolitischeMaßnahmen.

Die Analyse der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) gewährt einen objektiven Überblick zum Angebot institutioneller Kinderbetreuung in Niederösterreich. Untersucht wurde auf Basis der Kindertagesheimstatistik 2013/141, der von Kinderkrippen, Kindergärten und altersgemischten Einrichtungen erbrachte Betreuungsumfang in den politischen Bezirken.

Eine Bewertung der Einrichtungen nach Kriterien zur Vereinbarkeit mit einer Vollzeiterwerbstätigkeit der Eltern auf Bezirksebene zeigt große regionale Unterschiede auf: Das breiteste Betreuungsangebot ist immer noch im Industrieviertel gegeben. Das Weinviertel schneidet – gefolgt vom Zentralraum – noch vergleichsweise gut ab. Im Most- und Waldviertel werden die Vereinbarkeitskriterien am häufigsten verfehlt.

Summa summarum zwölf Wochen Ferien

Hinzu kommt der Umstand, dass es für die meisten Arbeitnehmer mit einem Pensum von fünf Wochen Urlaubszeit kaum möglich ist, die Ferienzeit betreuungstechnisch zu überbrücken: schon alleine im Sommer schließt die Schule für neun Wochen ihre Pforten. Der Kindergarten, vergleichsweise harmlos, bietet immerhin bei Bedarf vielerorts noch einige Wochen Betreuung an- davon allerdings in den meisten Fällen mit verkürzten Öffnungszeiten.

Stellt sich die Frage: ist das Land Niederösterreich der Meinung, die Arbeitnehmer müssten im Sommer kürzer arbeiten? 

Beispiel eines Landeskindergartens im Bezirk Horn

Unter dem Jahr hat die Institution jeweils von Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr geöffnet (kein schlechter Schnitt für das Waldviertel- da gibt es Kindergärten die gerade einmal den Vormittag bis 12 Uhr abdecken)- im Sommer verkürzt sich diese Zeit dann montags bis donnerstags um jeweils eine Stunde, also bis 16 Uhr. Freitags schließt die Betreuungsstätte dann gar schon um 14 Uhr.

Ein Horror für all jene, die nicht mit flexiblen Arbeitszeiten oder hilfsbereiten Großeltern gesegnet sind.

Neben den Sommerferien gibt es dann nämlich auch noch zwei Wochen Weihnachtsferien, eine Woche Semesterferien, eine Woche Osterferien und auch Pfingsten sowie schulautonome Tage. Entspricht in etwa einer Summe von zwölf Wochen Ferienzeit, die abgeckt werden muss.

Frage: was tut ein Alleinerzieher? Und auch ein Pärchen?- Wo bleibt da eine Chance auf einen gemeinsamen Urlaub?

Tips gibt Ihnen eine Stimme

Wie wird das in Ihrer Familie gehandhabt? Haben Sie gute Tipps für eine Betreuung in der Ferienzeit? Welche Erfahrungen mussten sie bereits machen? Wie würden Sie diesen Zustand ändern?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung: entweder als eingeloggter User dieser Homepage http://www.tips.at/user/beitragverfassen an die Mail-Adresse: o.lentschig@tips.at

 

 

 

 

 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden