Holocaust-Überlebender sprach im Nationalparkhaus
HARDEGG. Zahlreichen interessierten Besuchern bot sich am 15. September eine einmalige Gelegenheit. Auf Einladung von Stadtrat Dkfm. Dieter Preiß, Obmann des BHW Hardegg, kam Prof. Rudolf Gelbard ins Nationalparkhaus. Prof. Gelbard ist nicht nur ein Überlebender des Holocaust, sondern auch ein bedeutender Historiker des Landes, der sein Leben der Aufklärung der NS-Verbrechen widmete und bei zahlreichen wichtigen historischen Ereignissen der zweiten Republik dabei war.

In der Dokumentation „Der Mann auf dem Balkon“ von Kurz Brazda erfuhr man zunächst einige persönliche Dinge aus dem Leben und Erleben Gelbards und begleitete ihn Jahrzehnte später bei einer Reise ins ehemalige KZ Theresienstadt, wohin er als Kind mit seinen Eltern deportiert wurde und das er wie er sagt „nur durch Zufall“ überlebte.
Im Anschluss sprach der Historiker über die „21 Verbrechen des Nationalsozialismus“ und beschrieb die systematische und detailreich geplante Tötungsmaschinerie der Nazis.
Dann hatten alle Besucher noch die Gelegenheit ihre Fragen an den Vortragenden zur richten, die sich von seinen persönlichen Erlebnissen als Kind bis hin zur Einschätzung aktueller politischer Geschehnisse bewegten.


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