Lesermeinungen zur Umfrage "Mehr Windkraft für das Waldviertel"
BEZIRK HORN. Ausgehend von den zahlreichen Zuschriften zur Umfrage nach der Meinung der Tips-Leser zum Artikel „Ablehnung gegen Subventionen für fossile Kraftwerke so hoch wie nie“ sind hier einige der Stellungnahmen zu lesen.

Bezüglich der Abstimmung „Windkraft im Waldviertel“ möchte ich mich deutlich dafür aussprechen, da Windräder die absolute Zukunft sind.
(Bernhard Radl)
Sonne schickt uns an einem Tag soviel Energie, wie die gesamte Erde in einem Jahr verbraucht.
Ich stimme zu, dass die Subventionen für fossile Energien beendet oder eingeschränkt werden sollen. Dann würde die Produktion von erneuerbaren Energien finanziell attraktiver sein. Doch die Windkraft ist nur ein kleiner Teil der technischen Möglichkeiten, erneuerbare Energie zu erzeugen. Geht es um mögliche Wirkungen auf die Schönheit der Landschaft, finden Photovoltaik- bzw Solarthermieanlagen am Dach, Geothermie, Umbau bestehender Speicherseen zur Stromgewinnung mit über 60% die höchste Akzeptanz. Die Windkraft hingegen schneidet mit 15 % Akzeptanz sehr schlecht ab. Das belegt eine wissenschaftliche Studie von Univ.Prof. Dipl. Ing. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider von der Boku. Das Ergebnis ist verständlich, wird doch bei dem Ausbau von Windkraft nicht an die externen Kosten wie Landschaftszerstörung, Naturzerstörung durch Eingriff in naturnahe Wälder (Waldviertel) und Abwertung von Immobilien gedacht. Es gibt eine ältere Umfrage von IG Windkraft beauftragt, die als Ergebnis 84 % Zustimmung zu Windkraft brachte. In dieser Umfrage wurden die Leute nach Akzeptanz zu Windkraft und Atomkraft befragt. Es hängt also immer von der Fragestellung der Umfrage ab und man beachte, dass es sich bei der im Artikel angeführten Befragung um eine Umfrage im Auftrag einer Firma und nicht um eine wissenschaftliche Studie handelt. Es fehlt die Transparenz bezüglich der gestellten Fragen.
Niederösterreich hat erfreulicherweise 104% Prozent Stromerzeugung durch erneuerbare Energie. Um unsere Welt in Zukunft CO2 freier zu halten, muß vor allem an den Stellschrauben Verkehr und Heizung gedreht werden. Es gibt neue sensationelle Konzepte wie zB Betonkernaktivierung: bei Neubau und Sanierung werden in das Betonfundament und unter den Fundamentschotter Kupferrohren verlegt. Damit wird Sommerhitze gespeichert, um im Winter das Haus zu 70-100% zu beheizen. Das System wird vom Klimafond wissenschaftlich begleitet und gefördert. Immer wieder kann man sich vor Augen halten, dass die Sonne uns an einem Tag soviel Energie schickt, wie die gesamte Welt in einem Jahr verbraucht. Diese Energie läßt sich in Zukunft auch für kommunale Versorgung gut nutzen.
(Barbara Krobath)
Ja klar soll die Windkraft auch im Waldviertel noch mehr als bis dato genutzt werden! Jedoch nicht, wie es die Energiewirtschaft Hand in Hand mit den politischen Entscheidungstragenden auf Gemeinde-, Land-, Bundes- und EU-Ebene plant. Nein zu gigantischen, Wald-zerstörenden Windkraft-Industrieanlagen, die die Vormachtstellung einzelner Konzerne stärken würden. Ja zu kleinen, individuellen und innovativen Lösungen, die direkt in den Dörfern und Kleinstädten der Region zusätzlichen Strombedarf abdecken. Die Grundversorgung mit Strom kann Windkraft aufgrund seiner sehr schwankenden Verfügbarkeit so und so nicht leisten und kein einziges AKW der Welt wird abgeschaltet werden, wenn wir unsere Wälder für die Windkraftindustrie opfern. Da gilt es andere Wege zu gehen. Und warum sollte das Waldviertel nicht Vorreiter neuer Energielösungen anstatt durch unzählige, 200 Meter hohe Kraftwerktürme entstellt zu werden? Die Energiewende ist möglich - auch mit der Natur und ohne Schaden für die Seele unseres geliebten Waldviertels.
(Mario Lackner)
Der Ausbau der Windkraft ist eine Gratwanderung zwischen dem gebotenen Schutz der Menschen, der Bewahrung der Landschaft, der Rücksichtnahme auf die Natur, der Beachtung des Artenschutzes und der Findung eines Standortes, der den effizienten Betrieb eines Windkraftwerkes überhaupt erst möglich macht. Wer diese Bedingungen wirklich ernst nimmt wird im Waldviertel keinen einzigen geeigneten Standort finden. Hinzukommt, dass die Windkraft keinen nennenswerten Beitrag zu einem erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel oder die Atomenergie liefern kann.
Die Fördermittel sind beim Ausbau der Energieerzeugung aus Biomasse und Kleinwasserkraft viel besser angelegt. Diese Kraftwerke liefern verlässlich Energie und haben keine Flaute. Die Wertschöpfung im Inland ist erheblich höher als bei der Windkraft. Außerdem werden wesentlich mehr Arbeitsplätze geschaffen. Daher keine Windkraft im Waldviertel.
(Josef Schmid)
In der „Tourismusstrategie Niederösterreich 2020“ heißt es folgerichtig: „Das Waldviertel ist die führende Gesundheitsregion im Herzen Europas und steht weiters für hochwertige Bewegungs- und Naturerlebnisse..“
Das ist eine deutliche Aussage und beantwortet damit eigentlich schon die Frage nach einem weiteren Ausbau von Windindustrie im Waldviertel mit einem klaren „Nein“. Studien zeigen, dass Touristen Landschaften mit Windkraftanlagen meiden.
Ich darf nur noch einmal erwähnen, dass das Waldviertel bekanntlich durch seine wunderbare, noch gesunde Naturlandschaft besticht, die in ihrer Unversehrtheit international bereits ihresgleichen sucht. Das ist eine beeindruckende Qualität. Und auf diese sollten wir so stolz sein, wie wir an anderer Stelle unsere einzigartigen Architekturdenkmäler zu schätzen wissen. Das Waldviertel ist zu bedeutend und keinesfalls groß genug um für 200 Meter hohe, sich ausbreitende, rot blinkende Windindustrieanlagen Platz zu machen!
(Florian Schaumberger)


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01.02.2017 16:58
Ablehnung gegen Subventionen für fossile Kraftwerke so hoch
Wenig Strom - riesengroße Landschaftszerstörung! Grundsätzlich gibt es nirgendwo Platz für Windkraftanlagen! Ihre Schädlichkeit für Landschaft, Mensch und Tier ist erwiesen, ihre Effizienz brauchbare elektrische Energie zu erzeugen liegt bei Null; ihre CO2- Bilanz ist negativ zudem ist sie für den Verbraucher exzessiv teuer! Unser Land Niederösterreich verfügt über genügend elektrische Energie. Österreich exportiert elektrische Energie. Die EVN liefert in den Süddeutschen Raum elektrische Energie. Wir haben also genügend Strom. Warum also sollten wir weiterhin unsere wertvollen Wälder, Natur- und Kulturlandschaften mit vertikalen, über 200 Meter hohen Windkraftindustriebauten zerstören? Zum Schaden von Arbeitsplätzen in der Tourismusbranche, zum Schaden der Gemeinden durch langfristige Einkommensverluste und Abwanderung. Der Ausbau von Landschaftsschutzgebieten, Naturschutzgebieten, FFH- Gebieten und der Erweiterung von Nationalparks bringt Arbeitsplätze im sanften Tourismus und fördert somit kleinregionale Arbeitsplätze. Dadurch werden Auspendeln und Abwanderung minimiert oder verhindert. Vom Schutz unserer Natur, Landschaft und Umwelt profitieren wir alle, von Windkraftindustrieanlagen nur einige wenige. Die immer wieder als Argument verwendete „Klimaerwärmung“ scheint mir insofern fragwürdig weil hier für hundert Jahre im Vorhinein Klimaprognosen erstellt werden gleichzeitig erweisen sich Prognosen für den nächsten Tag in der Regel als ungenau. Auch ohne technischen Ausfall produzieren Windkraftanlagen den größten Teil des Jahres über keinen Strom. Auch ohne "Betriebsunfall" zerstören Windindustrieanlagen große europäische Natur- und Kulturlandschaften und beeinflussen in ihrer Umgebung die Gesundheit vieler Menschen negativ. Sie verringern Immobilienwerte im großen Umkreis. Sie töten geschützte, seltene Vogel- und Säugetierarten. Sie zerstören Wälder die viel mehr CO2 binden als Windkraftanlagen angeblich einsparen. Wenn der Wind angeblich kostenlos weht warum müssen wir dann für den Windstrom die höchsten Preise zahlen? Einige wenige profitieren von der Windstromerzeugung der Rest der Bürger zahlt für deren Strom durch die Förderung weit überhöhte Preise. Zu den üblichen, dümmlichen Atomstromargumenten: • Österreich betreibt kein AKW und kann somit auch keines schließen, • Kein einziges AKW in unseren Nachbarländern wird wegen unseren Windkraft- oder Solaranlagen zugesperrt werden, • Österreich importiert keinen Strom aus Atomkraftwerken. DAHER: sofortigen Stopp der Errichtung von Windindustrieanlagen, UND nach deren Ablauf ersatzlosen Rückbau bestehender Anlagen! Sinnvoll wäre ein weiterer Ausbau der kleinflächigen Solarenergieanlagen, die Förderung der Kleinwasserkraft (Modernisierung bestehender Anlagen) und Investitionen in bestehende Biogasanlagen, Biogas und Kleinwasserkraft können zumindest dann Strom erzeugen wenn man den auch braucht! Windkraft kann herkömmliche Kraftwerke nicht ersetzen. Windkraft produziert teure elektrische Energie und ist somit unsozial! Windkraft leistet KEINEN Beitrag zur CO2- Reduktion und kann zudem das Klima nicht positiv beeinflussen! Übrigens: Windenergie ist auch NICHT erneuerbar! Ewald Schrenk