Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK HORN. Mit dem zweiten Adventwochenende geht der Christbaumverkauf so richtig los. Für Niederösterreichs Christbaumbauern beginnt damit die Hochsaison. Denn mit einer Million Weihnachtsbäumen übernehmen sie den Löwenanteil und sind damit auch Hauptversorger der Bundeshauptstadt Wien. „Unsere heimischen Christbaumbauern sorgen nicht nur dafür, dass Tradition für uns erlebbar wird. Sie bringen mit ihrer Arbeit auch wichtige Wertschöpfung für die Region. Denn der Kauf eines Baumes mit der blau-gelben Herkunftsschleife bedeutet gleichzeitig, dass 22 Millionen Euro in den ländlichen Raum fließen. Zusätzlich können sich etwa 1.000 Personen bei Ernte und Verkauf einen Arbeitsplatz sichern und zwar dort wo es sonst nicht so viele Arbeitsplätze gibt“, erklärt der neu gewählte Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich Johannes Schmuckenschlager und wünscht den Niederösterreichischen Christbaumbauern eine erfolgreiche Saison 2018.
 

(V.l.) Bischof Alois Schwarz, Obmann Franz Raith, Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager und Christbaumkönigin Jennifer Fröhlich. Foto: weihnachtsbaum.at/Dieter Nagl

Bäume in ausreichender Anzahl und bester Qualität vorhanden

Diese Saison war bis dato vor allem eines: Arbeitsreich. Denn die Witterung hat den Produzenten heuer zugesetzt. Der Qualität der Bäume hat das allerdings keinen Abbruch getan wie Franz Raith, Obmann der NÖ Christbaumbauern berichtet: „Viele glauben, dass durch die Trockenheit die Bäume jetzt angegriffen sind und ihre Nadeln schnell verlieren. Das ist ein Irrglaube. Nordmannstannen sind Tiefwurzler und haben somit genügend Wasser für ein gesundes Wachstum bekommen. Das war bei den jungen Bäumen anders. Die Setzlinge haben unter der Trockenheit gelitten und viele mussten neu ausgesetzt werden. Es ist immer unangenehm eine Arbeit doppelt machen zu müssen aber dank dem Engagement der Bäuerinnen und Bauern ist die Qualität auch für die kommenden Weihnachtsfeste gesichert.“

Somit steht auch in Zukunft der weihnachtlichen Freude am Weihnachtsabend nichts mehr im Wege. Dabei weiß man oftmals gar nicht, wie viel Arbeit hinter den wunderschönen Bäumen steckt. Denn der perfekte Christbaum braucht jede Menge Handarbeit. Triebverkürzung, gleichmäßiges Ausrichten der Äste oder der händische Formschnitt – das alles und noch viel mehr braucht es damit ein Baum unsere Augen tatsächlich zum Leuchten bringt. Erst durch regelmäßiges händisches Beschneiden wachsen die Bäume gleichmäßig, die Verunkrautung kann zu asymmetrischen Bäumen und dürren Ästen führen. Das will keiner. „Wer seinen Baum direkt vom Bauern kauft entscheidet sich für professionelle, naturnahe Aufzucht, beste Qualität, Frische und setzt auch noch ein Zeichen für die Umwelt. Mit den kurzen Transportwegen von durchschnittlich 40 Kilometern vom Feld bis zum Verkaufsstand sind Christbäume aus Österreich ein echter Beitrag zum Klimaschutz“, so Raith. Der Konsument profitiert von vielen Mehrwerten, wenn er also beim Kauf auf die blau-gelbe Herkunftsschleife setzt.

Weihnachtsbaum ist fixer Bestandteil christlicher Tradition

Doch nicht nur mit diesen Mehrwerten kann der Christbaum aus Niederösterreich punkten. „Niederösterreichische Christbäume standen nicht nur bereits am Petersplatz in Rom, sondern sind für ganz Österreich wichtig. Mit diesem Kulturbaum haben wir eine wertvolle Erwerbssparte für die Landwirtschaft und gleichzeitig steht er für Lebenserinnerungen und für Zuhause. Der Christbaum ist das Symbol für Weihnachten und ich finde es schön, dass er mit dem Glauben in Verbindung steht. Am allerschönsten sind für mich die Christbäume, neben denen eine Krippe steht“, erklärt Bischof Alois Schwarz und lädt alle dazu ein, mit ihm den Heiligen Abend um 23 Uhr in der Christmette im St. Pöltner Dom zu feiern. 

Auch der Konsument kann etwas tun

Doch Christbäume sind nicht nur ein Symbol für Weihnachten, sie sollen uns auch noch nach dem Fest ein freudiges Lächeln auf die Lippen zaubern. Doch wie lange der Weihnachtsbaum frisch und schön aussieht hängt nicht nur von den Bäuerinnen und Bauern ab. Auch der Konsument kann für den Baum etwas tun. „Christbäume sind wie Schnittblumen. Ohne Wasser verdursten sie. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig Wasser ins Christbaumkreuz zu geben“, erklärt Christbaumkönigin Jennifer Fröhlich.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden