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Schulterschluss unter den Waldviertler Bürgerinitiativen

Olivia Lentschig, 03.09.2015 08:29

BEZIRK HORN/WIEN. Nach erfolgreichem Zusammenschluss der zwölf Bürgerinitiativen (BI) aus dem gesamten Waldviertel bahnten sich die Vertreter aus Sorge um die Zukunft der Region ihren Weg zur „Waldviertel pur“ Veranstaltung. Dort machten die engagierten Mitglieder auf die drohenden Nachteile durch die geplanten Errichtungen von 200 Meter hohen Windkraftanlagen in den Wäldern aufmerksam.

  1 / 2   Gemeinsam wollen sich die zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen nun für den Erhalt und Schutz der Region einsetzen. Fotos: B. Krobath

Gemeinsam mit einer Liste von prominenten Unterstützern – darunter auch Felix Mitterer, Ulrich Seidl und Peter Turrini – überreichten sie ihre Grundsatzerklärung im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier an VP-Landeshauptmann Erwin Pröll.

Der perfekte Rahmen um auf sich aufmerksam zu machen

Wo, wenn nicht bei einer Veranstaltung, die das Waldviertel mit all seiner Schönheit, Natur, Idylle und Wertigkeit feiert, wäre ein solcher Auftritt besser platziert?

Pröll ging auf die Anliegen der BI-Vertreter auch direkt ein, indem er bei seiner Eröffnungsrede in das gleiche Horn stieß. So betonte er, dass es wichtig sei, die Sensibilität auch in der politischen Arbeit und vor allem auch in der tagtäglichen Arbeit in der Region nicht zu verlieren.

Zitat, Erwin Pröll: Denn eines muss man wissen, wenn man eine derartige liebliche Landschaft einmal verpfuscht hat, dann ist sie unwiederbringlich verloren.

Pröll weiter: „Man muss mit äußerster Sensibilität daran gehen, dem Fortschritt nicht nein zu sagen – aber einem kontrollierten Fortschritt, der gleichzeitig auch die Chance und die Möglichkeit in sich hat, dass wir das, was liebenswert von unseren Vorfahren uns überantwortet wurde, auch den nächsten Generationen gut weitergeben können.“

„Wir haben mitten in der Rede von Herzen applaudiert, so sehr hat es uns gefreut, dass unsere Sorgen wahrgenommen und verstanden wurden“, so Barbara Krobath von der Bürgerinitiative. 

Weitere Vorgehensweise

Laut Aussage der Interessensvertreter wollen sich die BI in den nächsten Wochen verstärkt dafür engagieren, dass neben den genannten Bedenken der Wert der Waldviertler Landschaft in die Überlegungen miteinbezogen wird.

„Es müsste doch möglich sein, für jede Region ein individuell zugeschnittenes Energiemodell zu erstellen und Technologien den Vorzug zu geben, die nicht gleich ganze Wälder, Landschaften und die Marke Waldviertel zerstören“, so Krobath.

Von VP-Landesrat Stephan Pernkopf erhielten die Angereisten zudem die Auskunft, dass das Land Niederösterreich derzeit bei 96,3 Prozent Stromproduktion aus Erneuerbarer Energie liegt, bis Jahresende wird die Erzeugung bei 100 Prozent liegen. 

Ein effektiver Zusammenschluss

Gemeinsam sind die Bürgerinitiativen bereit weiter für das bedrohte Waldviertel zu kämpfen: „Wir werden alle demokratischen Mittel ausschöpfen, um die Zerstörung der Wohlfühlregion zu verhindern“, lautet der gemeinsame Tenor.

Die Bürgerinitiativen des Waldviertels (Stand: Juli 2015)

Amaliendorf: Franz Scherzer aus Amaliendorf

„Freunde des Waldviertels“: Ewald Schrenk aus Riegersburg

Göpfritz „Rettet die Wild“: Kurt Kienast aus Groß-Siegharts,

Groß Göttfritz „Unsere Heimat“´: Günther Maier aus Großgöttfritz

Horn „Windparkfrei“: Alfred Schmudermayer aus Japons

Irnfritz: Klemens Robe aus Trabenreith

Verein „Pro Thayatal“: Manfred Maier aus Groß-Siegharts

Sallingberg „Unser Lebensmittelpunkt“: Christoph Terrer aus Grainbrunn

Sigmundsherberg „Lebenswertes Sigmundsherberg“: Franz Radaschütz aus Brugg

Thayatal: Helmut Salek aus Wien

Weitra ARGE „Lebenswertes Waldviertel“´: Rosemarie Eberl aus Großwolfgers

IG Waldviertel: Michael Moser aus Waidhofen/Thaya


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